Benefiz-Kegelturnier für Dreijährige aus Maintal / AOK lehnt speziellen Auto-Kindersitz ab

Alle Neune für die kleine Lea aus Maintal

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Stefanie und Holger Quäl tun alles dafür, damit ihre Tochter Lea irgendwann halbwegs normal laufen kann.

Maintal – Mehr als 22.000 Euro sind bereits auf dem Spendenkonto für die dreijährige Lea Quäl aus Maintal eingegangen. Wie der EXTRA TIPP berichtete, sind für eine spezielle Operation, die von der Krankenkasse nicht bezahlt wird, etwa 50.000 Euro nötig. Ein neuer Schub soll das Benefiz-Kegelturnier am kommenden Wochenende bringen. Indes ärgern sich Leas Eltern über die AOK. Von Norman Körtge

Es geht um einen speziellen, zirka 1300 Euro teuren Kinder-Autositz für Lea. Darin soll das dreijährige Mädchen trotz ihrer unterentwickelten Hüfte und den verkürzten Oberschenkeln bequem und mit einer guten Haltung sitzen können. Leas Therapeuten empfehlen den Sitz. Im März stellten die Quäls Antrag bei der AOK. Doch nach monatelangem Hin und Her und mehreren Widersprüchen hat der Medizinische Dienst der Krankenkasse (MDK) und damit auch die AOK jetzt den Antrag abgelehnt. Lea brauche solch einen Sitz nicht.

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Doch damit gibt sich Mutter Stefanie Quäl nicht ab. „Ich bereite eine Klage vor dem Sozialgericht vor“, sagt sie. Sie wirft dem MDK vor, die Gutachten nicht ausreichend gewürdigt zu haben.

Umso mehr freuen sich die Quäls über die Kreativität ihrer Mitmenschen. Am Wochenende 20./21. November veranstaltet der KV Riederwald ein Benefiz-Kegelturnier auf seiner Anlage in der Motzstraße 2 in Frankfurt. Jeweils von neun bis 18 Uhr darf gekegelt werden. Dazu gibt‘s ein großes Rahmenprogramm mit Tombola, Kinderanimateurin sowie Kaffee- und Kuchenverkauf. Mehr Infos zu Leas Behinderung im Internet: http://www.leashomepage.de.

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