Riesen-Brummer in Heusenstamm entdeckt

Alice Staab und die Monster-Mücke

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Alice Staab hat in ihrem Garten in Heusenstamm ein riesiges Exemplar einer Mücke erlegt. Der Körper misst alleine fast 30 Millimeter. Maße, die selbst Biologen staunen lassen.

Region Rhein-Main – Fast 30 Millimeter lang, behaart und mit Greifhaken – der Riesen-Brummer, der bei Alice Staab gelandet ist, gibt Rätsel auf. Normale Mücken werden nicht mehr als 13 Millimeter groß. Sie fragt die EXTRA TIPP-Leser: „Wer kennt die Monster-Mücke?“. Von Christian Reinartz

Alice Staab hat in ihrem Garten in Heusenstamm ein riesiges Exemplar einer Mücke erlegt. Der Körper misst alleine fast 30 Millimeter. Maße, die selbst Biologen staunen lassen.

Alice Staab sitzt auf ihrer Terrasse in Heusenstamm, als die Monster-Mücke zum Landeanflug ansetzt. „Als ich sie auf dem Boden krabbeln sah, hab ich mich richtig erschreckt“, sagt Staab und schüttelt sich. „Eine so große Mücke habe ich vorher noch nie gesehen.“ Bevor das Insekt Kurs auf Staab nehmen kann, erlegt sie es mit einem gezielten Schlag. „Ich lass´ mich doch nicht stechen“, sagt Staab. Flugs holt sie ihre Lupe und ein Insekten-Bestimmungsbuch. „Aber da steht meine Monster-Mücke nicht drin“, sagt Staab.

Und wirklich: Die Mücke sieht aus wie die normale Ringelmücke, die auch als Große Hausmücke bekannt ist. Allerdings ist der Brummer aus Staabs Garten doppelt so groß, wie die größten angegebenen Exemplare – und haariger.

Exotische Mücken breiten sich auch in Deutschland aus

Auch, wenn Staab die Monster-Mücke erlegt hat, Grund zur Beunruhigung geben neue und seltene Mückenarten den Forschern immer häufiger. So gibt es mittlerweile zahlreiche Arten, die aus dem Ausland eingeschleppt werden, wie etwa die Tigermücke, die das Dengue-Fieber übertragen kann. Ebenso die Sandmücke, die oft die Infektionskrankheit Leishmaniose in sich trägt. Sogar die gefürchtete Malaria-Mücke erobert den süddeutschen Raum. Insekten-Experten gehen deshalb davon aus, dass sich in Zukunft die exotischen Mückenarten weiter ausbreiten werden – und damit auch die Krankheiten, die es hierzulande bisher so gut wie gar nicht gibt.

Was die riesige Mücke von Alice Staab angeht, ist man auch beim Naturschutzbund Hessen ratlos. Biologe Berthold Langenhorst versucht eine Erklärung: „Es könnte sich um eine Schnakenart oder aber auch um eine Fliege handeln“, sagt der Experte. „Aber so ganz einfach ist dieses Exemplar anhand der Bilder nicht zu bestimmen.“ Für eine genaue Bestimmung müsste man das Tier genau untersuchen.

Alice Staab überlegt nun, die Mücke vom Frankfurter Senckenberg-Institut bestimmen zu lassen. „Aber erstmal setze ich auf die EXTRA TIPP-Leser.“

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