Seitdem vom Hals abwärts gelähmt

Aktenzeichen XY: Brutaler Angriff auf 23-Jährigen bei Offenbacher Fest

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Offenbach - Am Mittwoch, 25. August berichtet die Sendung "Aktenzeichen XY" über den versuchten Tötungsdelikt an Mark Herbert beim Aussichtsturmfest 2012 in Offenbach-Bieber. Der junge Mann ist seitdem vom Hals abwärts gelähmt.

Das Opfer, der damals 23-jährige Mark Herbert, war am 25. August 2012 kurz vor 20 Uhr vor dem Zugangsbereich des Aussichtsturms von einem bislang Unbekannten durch Schläge und Tritte lebensgefährlich verletzt worden. Seitdem ist er vom Hals abwärts gelähmt. Das Leben von Mark, aber auch das der Familie, hat sich seit diesem Tag komplett verändert.

Der Täter, der zur Tatzeit 25 bis 30 Jahre alt war und ein blaues Oberteil trug, ist trotz zahlreicher Fahndungsaufrufe und der Videobotschaft über die Stadionanzeigetafel im letzten Jahr beim Fußball-Hessenpokalspiel der Offenbacher Kickers noch nicht gefasst worden.

Beim zuständigen Fachkommissariat K11 in Offenbach gingen bereits zahlreiche konkrete Hinweise ein, die allerdings nur anonym waren. Mit der Sendung "Aktenzeichen XY" rücken die Ermittler den Fall erneut in den Fokus der Öffentlichkeit, um den Täter zu überführen. Die Polizei ist darauf angewiesen, dass die Zeugen ihren Namen nennen, damit ihre Aussagen vor Gericht verwertbar sind.

Die Kripo sucht auch noch die beiden Frauen, die kurz vor der Tat auf der Aussichtsplattform mit dem kräftigen, muskulösen Täter gesprochen haben. Weiterhin sind auch Hinweise auf das kleine, blonde Mädchen, das der Täter "Emily" nannte und unmittelbar vor der Tat wegschickte, von großer Bedeutung.

Die Kriminalpolizei Offenbach appelliert nochmals an die Zivilcourage von Zeugen, sich mit Namen auf der Hotline 069 8098-1234 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Für Hinweise, die zur Verurteilung des Täters führen, ist von der Staatsanwaltschaft Darmstadt, Zweigstelle Offenbach sowie von privater Seite eine Belohnung von 7.000 Euro ausgelobt. Mark Herbert erhöht den Betrag aus eigenen Mitteln auf insgesamt 10.000 Euro.

red

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