Akne inversa: Selbsthilfegruppe für Betroffene geplant

Hilfe für Akne-Geplagte in Rhein-Main

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Das Leid mit der eigenen Haut: Akne kann auch die Seele schwer belasten.  Ocskay Bence - Fotolia.com

Bad Homburg  – Akne erfasst die Haut und zerstört sie. Bei der Akne inversa kommen auch noch heftige Schmerzen dazu. Eine wirksame Therapie gibt es nicht. Jetzt wollen Betroffene eine Selbsthilfegruppe gründen. Von Dirk Beutel 

 Sie fühlen sich in ihrer eigenen Haut schon lange nicht mehr wohl. Ganz im Gegenteil. Wer unter Akne leidet, schämt sich meist dafür, fühlt sich hässlich, je nach Schwere der Akne sogar entstellt. Stundenlang steht man vor dem Spiegel, das Problem mit der eigenen Haut bohrt sich in die Gedanken, Tag für Tag. In extremen Fällen kann dies sogar zu Vereinsamung führen.

Interessierte treffen sich am Sonntag, 4. Mai, von 10.30 bis 14.30 Uhr in der Gaststätte Joker in den Luisen Arkaden, Kisseleffstraße 6, in Bad Homburg. Anmeldung und mehr Informationen zum Thema gibt es unter www.akne-inversa.org.

Besonders schlimm wird es, wenn auch noch Schmerzen hinzukommen. Das ist bei der sogenannten Akne inversa der Fall. Bis zu drei Millionen Betroffene soll es in Deutschland geben. „Dort wo Haut auf Haut trifft, unter den Brüsten, im Genitalbereich oder unter den Achseln, können Knoten entstehen, die sehr schmerzhaft sind“, sagt der Hanauer Hautarzt Dr. Hans Michael Ockenfels: „Es handelt sich dabei um eine genetische Erkrankung. Es gibt Betroffene, die zwischen ein und drei Knoten im Jahr bekommen oder eben dauerhaft darunter leiden.“

Ursache und Auslöser nicht bekannt

Das Tückische: Die Ursachen und Auslöser sind nicht bekannt. Jedoch scheinen einige Faktoren eine Entstehung der Akne inversa zu begünstigen: Rauchen und Übergewicht. Meist beginnt die Krankheit während oder nach der Pubertät. Die Hautkrankheit ist nicht effektiv therapierbar. Es gibt keine Creme, Lotion oder klassischen Präparate, die helfen. Einzige Lösung ist eine Operation.

Um zumindest dem Gefühl, mit dem Problem alleine zu sein, entgegen zu wirken, wollen jetzt bereits bestehende Akne inversa Selbsthilfegruppen auch in Hessen ein Angebot auf die Beine stellen. Betroffene können sicht erstmals in der Rhein-Main-Region unter Gleichgesinnten und Leidensgenossen treffen. Geplant ist ein zwangloser Erfahrungsaustausch, bei dem sich Betroffene aber auch Angehörige austauschen können. Dazu gehöre allerdings keine Rechts- oder medizinische Beratung macht Organisator Martin Stafflinger deutlich. Falls das Interesse und die Nachfrage bestehe, könne dann daraus eine dauerhafte Selbsthilfegruppe für den Hochtaunus entstehen.

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