Frankfurter Mädchen hofft auf eine Delfintherapie

Unheilbar krank: Spenden für dreijährige Ailina!

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„Ailina ist eine Gute-Laune-Maus“, sagt Mutter Nicole Schwerkolt. Die Dreijährige leidet aber aufgrund eines Gen-Defekts oft unter Bauchschmerzen. Das ist aber nur ein harmloses Symptom der unheilbaren Krankheit.
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Frankfurt – Die dreijährige Ailina Schwerkolt aus Frankfurt hat noch kein Wort gesprochen und wird es vielleicht nie tun. Denn sie leidet an einem Gen-Defekt – dem RETT-Syndrom – der sie im schlimmsten Fall irgendwann in den Rollstuhl zwingt. Ihre Eltern kämpfen für sie und sammeln Spenden für eine Delfintherapie. Von Angelika Pöppel

„Mama!“ Auf dieses Wort aus dem Mund ihrer Tochter Ailina wartet Mutter Nicole Schwerkolt nun seit drei Jahren. Und vielleicht wird sie es nie hören. Denn Ailina leidet an einem unheilbaren und noch recht unbekannten Gen-Defekt. Dennoch ist sie ein fröhliches kleines Mädchen. Außer ihre Magenschmerzen werden mal wieder so stark, dass sie sich in ihrem Bettchen hin und her wälzt. Doch Ailina kann nicht sagen was ihr fehlt – das gehört zu den Symptomen des RETT-Syndroms.

Ailinas Eltern veranstalten am Sonntag, 24. Mai von zwölf bis 18 Uhr ein Spendenfest im Licht-und Luftbad Niederrad gemeinsam mit dem Verein „Helferfreunde Frankfurt“. Tombola und Kinderaktionen erwarten die Besucher. Vor Ort kann für die die Delfintherapie gespendet werden, sowie auf Ailinas

Spendenkonto beim Verein „Dolphin aid“. IBAN: DE 52 3005 0110 0020 0024 24.

Obwohl Ailina von Geburt an anders war als andere Kinder, dauerte es über zwei Jahre bis die Krankheit diagnostiziert wurde. Ein Schock für die jungen Eltern: „Das war eine sehr schwere Zeit, damals konnten wir nicht so locker darüber sprechen“, sagt Mutter Nicole Schwerkolt. Innerhalb der vergangenen acht Monate haben sie gelernt, damit umzugehen. „Wir schauen nicht so weit in die Zukunft, sondern wollen das hier und jetzt mit ihr geniessen“, sagt Schwerkolt.

Epilepsie, Skoliose und Parkinson

Aber sie wissen, dass Ailina kein normales Leben führen wird. Immer wird sie auf Hilfe angewiesen sein. Typische Symptome sind eingeschränkte motorische Fähigkeiten, Autismus, Parkinson, zerebrale Lähmung, Epilepsie und Skoliose. Jederzeit können sie eintreten.

Die meisten betroffenen Kinder verlernen sprechen und laufen. Sie entwickeln sich zurück. „Bei Ailina war das anders, sie hat noch nie gesprochen und gelaufen ist sie auch nicht. Wir dachten, es dauert einfach ein bisschen länger bei ihr“, sagt ihre Mutter. Erst vor einem Jahr wurde auch entdeckt, dass Ailina seit der Geburt Wasser in den Gehörgängen hatte und daher nicht hören konnte. Deshalb hatte sie gar nicht die Chance, sprechen zu lernen. Wie sich die Krankheit aber tatsächlich auswirkt, weiß niemand – selbst die Ärzte nicht. Denn der Gen-Defekt wurde erst 1999 entdeckt und somit gibt es keine Patienten, die über 20 Jahre alt sind.

Delfintherapie soll helfen

Dennoch geben ihre Eltern nicht auf. Mit Physiotherapie, Frühförderung, Reitstunden und Ergotherapien versuchen die Verwaltungsangestellte und der Mechatroniker die Symptome zu lindern. Auch eine Delfintherapie wurde ihnen empfohlen. Das Schwimmen mit den Tieren soll die kognitiven Fähigkeiten des Kindes stärken. „Wir erwarten keine Wunder, aber wollen alles versuchen, damit es Ailina besser geht.“

Angelika Pöppel

Angelika Pöppel

E-Mail:angelika.poeppel@extratipp.com

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