Leserbriefe zum Thema

Riesen-Ärger: Leser melden Kot-Wiesen der Region

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Region Rhein-Main – Nach dem EXTRA TIPP-Artikel „Städte kriegen Hundehaufen nicht in den Griff“ kommen Hundebesitzer und Gegner zu Wort. Und Leser melden die extremsten Hundekot-Wiesen der Region. Von Angelika Pöppel

Leser melden Tretminen-Alarm:

Frankfurt:

Nidda, Sossenheimer Unterfeld

Wohnsiedlung, Praunheim

Jägerallee

Sachsenhausen Süd

Topographischer Weg, Riedberg

Bonifatiuspark, Riedberg

Johanniskindergarten und Bornheimer Hang, Bornheim

Bechtenwaldstraße, Zeilsheim

Lotzstraße, Nied

Jungheimerstraße, Nied

Eckenheimer Landstraße

Mierendorfstraße

Siemenstraße

Darmstädter Landstraße

Preungesheim

Schwarzbachstraße, Schwanheim

Hügelstraße

 

Kreis Offenbach:

Obertshausen-Hausen

Am Kreuzloch, Obertshausen

Schloßgarten Dieburg

Bahnhof Weiskirchen, Rodgau

Rodgau Nieder-Roden

Rodgau Ober-Roden

Aschaffenburger Straße, Offenbach

Querstraße, Offenbach

 

Taunus:

Raiffeisenstraße, Bad Homburg

Nördlinger Straße, Flörsheim

Hundehaufen auf Parkwiesen oder Gehwegen ärgern nicht nur Spaziergänger, sondern auch Hundebesitzer. Zahlreiche Herrchen und Frauchen haben in der vergangenen Woche auf den EXTRA TIPP-Artikel „Städte kriegen Hundehaufen nicht in den Griff“ reagiert. Denn Herrchen ist nicht gleich Herrchen. Viele legen Wert darauf, die Hinterlassenschaften zu entsorgen. Schließlich kleben die unschönen Haufen am Ende nicht nur am Schuh, sondern auch an der Hundepfote. Viele bedauern aber auch fehlende Mülleimer und zu wenig Tütenspender.

Aufheben ist Pflicht

Johannes R. aus Obertshausen: „Die Ausrede ‘Tüten vergessen’ ist standardisiert. Zugegeben, dass passiert mir auch, aber ich gehe, auch wenn es nervt, zurück nach Hause, laufe in den zweiten Stock, hole Tüten und fange mit dem Gassigehen von vorne an. Selbst im Wald, wo der Kot nicht aufgehoben werden muss, mache ich es, weil meine Hoffnung besteht, dass es noch Kinder gibt, die im Wald spielen. Und und ein Tritt in den Hundekot könnte diese Freude trüben. Für mich ist es nicht nur ein Hund, sondern ein Freund und geliebter Kamerad, für den ich gerne die Pflicht übernehme seinen Kot zu entfernen.“

Mangelnde Rücksicht

Da stimmt auch Anette R. aus Offenbach zu: „Ich bin selbst Hundebesitzerin und ärgere mich auch oft über die zurückgelassenen Hundehaufen auf den Gehwegen und in den Grünanlagen. Dass immer mehr Anwohner Hinweis-Schilder aufstellen, kann ich gut nachvollziehen. Kontrollen wären schon sinnvoll, diese scheint es aber kaum zu geben. Die Haufen bleiben offenbar dann liegen, wenn gerade mal keiner hinschaut. Das größte Problem sehe ich persönlich in der Einstellung der Hundebesitzer, dabei geht es vor allem um mangelnde Rücksicht.“

Leser Ekkehard Tubak  hält dagegen: „Ein Hund ist nun mal ein Tier. Jedes Tier hat eine Verdauung und somit Ausscheidungen. Es ist nicht schön, wenn Hundebesitzer sogenannte Tretminen nicht wegräumen. Aber wer verlangt das bei anderen Tieren, wie zum Beispiel Katzen oder Pferden? Wenn ein Pferd seine Äpfel verliert (berittene Polizei) steigen die Reiter auch nicht vom Pferd und sammeln den Kot ein. Zudem bezahlen Hundebesitzer auch eine Hundesteuer und diese sollten die Gemeinden dazu verpflichten, Grünanlagen für Hunde zu schaffen, welche dann regelmäßig gereinigt werden.“

Auch Melanie D. ergreift das Wort für die Halter: „Also zunächst mal ist es eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass man den Kot seines Hundes vom Gehweg entfernt. Auch sind Kinderspielplätze kein Hundeklo! Aber mal ganz ehrlich, ich habe noch keine Grünfläche gesehen auf der soviel Hundekot liegt, dass es stinkt. Vor 20 Jahren sind wir Hundebesitzer noch nicht mit speziellen Kot-Tüten bewaffnet Gassi gegangen und gestorben ist damals irgendwie auch niemand. Hundebesitzer zahlen Hundesteuer und das nicht zu knapp. Was wird mit dem Geld gemacht? Die paar Tütenspender die man in Städten findet sind ein Witz.“

Hier sind die fiesesten Tretminen:

Einfach nur ekelhaft!

Im Schloßgarten in Dieburg ist es sehr schlimm mit den Hundehaufen. Dort gehen viele Familien mit kleinen Kindern spazieren. Ich find es unverantwortlich, wenn Hundebesitzer die Hinterlassenschaften nicht entfernen. Zumal es dort Tütenspender gibt. Es ist einfach nur ekelhaft! Martina Wörner aus Dieburg

50 Hundehaufen

Also wenn jemand gerne in Hundehaufen treten oder auf dem Bürgersteig gerne um die Haufen Slalom laufen möchte, der sollte nach Bieber ziehen! Meine Kinder und ich haben mal auf der Aschaffenburger Straße bis in die Obermühlstraße über 50 Haufen gezählt. Frank H. aus Offenbach

Hundeführerschein gefordert

Auch die Wiesenflächen in unserem schönen Rodgau sind überwiegend reine Hundewiesen. Beim Überqueren in Richtung Bahnhof Weiskirchen, muss auf jedem Schritt geachtet werden um nicht in die zahlreichen Hundehaufen zu treten. Besonders extrem ist es zu den Frühlingszeiten und im Sommer. Die Gerüche zu diesen Jahreszeiten sind unerträglich. Ein gemütlicher Spätnachmittagskaffee auf Balkon oder Terrasse ist ohne Würgreiz kaum mehr möglich. Hier sollte dringend Abhilfe geschaffen werden. Vielleicht sollte jeder Besitzer nur ein Hund halten dürfen, nachdem ein Hundeführerschein mit Prüfung zur ekelfreien Entfernung des Hundekots zweifelsfrei bestanden wurde. Kontrollen ohne dieses Ausweises könnten zu höheren Strafzahlungen führen. Sollte dies alles nicht funktionieren, kann da sicherlich die DNA-Registrierung eines jeden Vierbeiners nach der Geburt, dieses Problem schnell schmälern. S. Marx aus Rodgau

Hunde besser abgeben

In Obertshausen-Hausen erwische ich wöchentlich Hundebesitzer, die die Hinterlassenschaft nicht entfernen. Ältere Bürger mit Hunden nutzen gerne die Ausrede sich nicht mehr bücken zu können. Diesen lege ich dann nahe den Hund abzugeben, auch wenn es hart ist, aber wer seinen Pflichten nicht nachkommen kann, muss die Konsequenzen tragen. Johannes R. aus Obertshausen

Selbst saubermachen

Die Verschmutzung mit Hundekot ist in der Raiffeisenstraße in Bad Homburg-Kirdorf besonders ärgerlich, weil es sich um den Weg zum dortigen Kinderspielplatz handelt. Natürlich ist die Argumentation blödsinnig, man zahle Hundesteuer für die Beseitigung. Aber: Gibt es nicht auch eine Pflicht der Stadtreinigung, sich um solche Flächen zu kümmern? Ich habe selbst schon dort aufgeräumt, obwohl ich nicht mal einen Hund habe, damit meine Kinder nicht bei jedem Schritt in Hundekot treten, erwarte aber auch von der Stadt, dass sie solche Flächen nicht völlig vernachlässigen. Xenia Schein aus Bad Homburg

Hier hört`s auf!

Auf dem Weg zum Johanniskindergarten in Bornheim befallen uns regelmäßig Hundehaufen auf dem Gehweg. Nicht nur mein dreijähriger Sohn läuft Mal in einen Haufen, auch meine Schuhe hat es schon erwischt, von unserem Kinderwagen ganz zu schweigen. Es ist eklig und bringt mich zur Weißglut. Außerdem liegen diverse Hundehaufen auf dem Kinderspielplatz am Bornheimer Hang. Und hier hört’s definitiv auf! In beiden Fällen spreche ich, wie vorgeschlagen, auch die Hundebesitzer direkt an. Aber hier muss man aufpassen, dass man keinen auf den Deckel bekommt. Die Hundebesitzer gehen regelrechte Diskussionen ein und fühlen sich immer im Recht. Ich habe noch keinen erlebt, der eine meiner Aussagen einfach mal hinnimmt, geschweige denn, den Haufen dann auch entfernt hat. Bianca Erhardt aus aus Frankfurt

Park als Hundetoilette

Der Bechtenwaldpark in Zeilsheim ist an und für sich eine schöne Grünanlage, aber auch leider eine Hundetoilette. An wärmeren Tagen stinkt es nach Kot und Urin. Inmitten dieser Grünanlage befindet sich ein Kinderspielplatz mit zwei Bänken. Hundebesitzer lassen ihre Tiere hier frei laufen und in den Sandkasten urinieren und koten. Manche Durchgangswege sind voll mit Hundehaufen, einer größer als der andere. Ich und meine Enkelkinder meiden deshalb den Bechtenwaldpark, weil wir uns ekeln. Mit meiner Wahrnehmung stehe ich nicht alleine da. Georg Werther aus Zeilsheim

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Angelika Pöppel

Angelika Pöppel

E-Mail:angelika.poeppel@extratipp.com

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