Und Action: Hofheimer dreht Kinderfilm fürs Kino

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In der Hofheimer Stadthalle wurden Szenen für den zweiten Teil des Films „Donuts“ gedreht.

Hofheim – Für den Film „Donuts“ wurde der Nachwuchs-Regisseur Joshua Krull oft gelobt, bekam sogar den zweiten Preis beim Wiesbadener „Leonardo Schul-Award“. Jetzt dreht er die Fortsetzung. 10.000 Euro wird der 60 Minuten lange Film kosten, in dem sogar ein englischer Stuntman mitspielen wird.  Von Julia Renner

In der Hofheimer Stadthalle wurden Szenen für den zweiten Teil des Films „Donuts“ gedreht.

Zwei Tage lang hieß es „Und Action!“ in der Hofheimer Stadthalle. Dort drehte Regisseur Joshua Krull mit seinem Team einige Szenen für die Fortsetzung des Films um die Kinderbande „Donuts“. Der Rest des Films wird allerdings in Wiesbaden entstehen. Dort spielte schon der erste Teil – zumindest dachten das die Zuschauer. Gedreht wurde damals tatsächlich komplett in Hofheim. Bei der Fortsetzung des Kinder- und Jugendfilms wird jetzt alles ein bisschen größer und teurer. War der erste Teil noch 32 Minuten lang, so wird der zweite etwa 60 Minuten dauern. Bestand am Anfang die gesamte Crew aus 15 Leuten, so sind es jetzt allein 15 Jugendliche und junge Leute, die sich um Kamera, Ton, Regie und Make-up kümmern.Wer die Dreharbeiten zu dem Kinderfilm „Donuts 2“ als Sponsor unterstützen möchte, meldet sich bei Regisseur Joshua Krull per Mail an mail@jk-films.de.

Joshua Krull

Elf Drehtage stehen noch an, in denen die Geschichte um die Kinderbande „Donuts“ erzählt wird, die diesmal einen Entführungsfall lösen muss. Weil die Besetzung aus dem ersten Teil nicht mehr zur Verfügung stand, hatte Krull zum Casting in seine ehemalige Schule, die Leibnizschule in Wiesbaden, eingeladen. „50 Leute sind zum Casting gekommen“, sagt der 19-Jährige. Fünf wurden schließlich ausgewählt.Damit die vor der Kamera auch authentisch rüberkommen, gibt’s Hilfe von einem Schauspieler, der bereits am Hamburger Staatstheater arbeitete. 10.000 Euro wird die Produktion des Films insgesamt kosten, hat Joshua Krull ausgerechnet. Die Hälfte ist bereits durch Sponsoren abgedeckt, weitere Unterstützer sucht Krull noch.Dass an dem Kinderfilm ein professioneller Stuntman mitarbeiten wird, hat das Team den mittlerweile guten Kontakten von Krull zu verdanken. Nach dem Abitur ging er nach Berlin, um ein Praktikum bei einer spanischen Kinofilmproduktion zu machen. Bei wochenlangen Drehs in Venezuela und Spanien hat er so den britischen Stuntman kennengelernt, der spontan seine Unterstützung zugesagt hat – und das auch noch völlig umsonst.

Fortgesetzt wird der Dreh allerdings erst im September, denn vorher wird Krull noch einen Monat in Los Angeles verbringen, um weiter an dem spanischen Kinofilm zu arbeiten.

Dann wird auch die eigens komponierte Musik vom Orchester der Main-Taunus-Schule eingespielt. Im Juni 2013 wird der Film in einem Wiesbadener Kino laufen, vielleicht auch in Hofheim. „Und der dritte Teil ist schon in Planung“, sagt Krull.

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