Riederwaldtunnel soll 2020 fertig sein

A661: Bauarbeiten gehen endlich weiter

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Der Lückenschluss im Osten soll endlich kommen. Der Riederwaldtunnel (grün) soll die A66 mit der A661 am neuen Autobahndreieck Erlenbruch verbinden.

Region Rhein-Main –  Hessen Mobil  auf der Überholspur: Die Ostumgehung Frankfurt zwischen den Anschlussstellen  Friedberger Landstraße  und Frankfurt-Ost  soll in knapp zwei Jahren fertig sein. Von Dirk Beutel 

Seit Jahren schielen Autofahrer entlang der Autobahn 661 auf den verwaisten Lückenschluss zwischen Friedberger Landstraße und Frankfurt-Ost. Die 2007 begonnenen Bauarbeiten dauern noch immer an. Dabei war das Bauende eigentlich mal für 2010 vorgesehen. Mittlerweile wuchert an der Trasse sogar das Unkraut. Monatelang war kein einziger Bauarbeiter dort zu sehen. Damit soll jetzt aber Schluss sein. Der A661, der Lebensader des Rhein-Main-Gebiets, wird endlich neues Leben eingehaucht.

Zukünftiges Autobahndreieck Erlebruch soll 2016 fertig sein

Schon im Januar wurde von Hessen Mobil ein Bauunternehmen mit dem Ausheben der Baugrube für das Kreuzungsbauwerk des geplanten Autobahndreiecks Erlenbruch am Bornheimer Hang beauftragt. Dabei handelt es sich um das letzte fehlende Brückenbauwerk für die Vervollständigung der Ostumgehung Frankfurt zwischen den Anschlussstellen Friedberger Landstraße und Frankfurt-Ost. Im Februar wurden dann die Fahrspuren entlang der Baustelle geändert. „Derzeit erfolgen die Arbeiten zur Vorbereitung der Baustelleneinrichtungsfläche sowie der Lagerflächen für den Erdaushub“, bestätigt Stefan Hodes, Sprecher von Hessen Mobil. Bei den Bauarbeiten wird auch das Kreuzungsbauwerk für das geplante Autobahndreieck Erlenbruch in Angriff genommen. „Die Bauarbeiten für das Kreuzungsbauwerk werden voraussichtlich im April ausgeschrieben“, sagt Hodes. Damit bekommt eine der wohl langsamsten Bauarbeiten in Deutschland neuen Aufwind. Nach derzeitigen Planungen von Hessen Mobil soll das Kreuzungsbauwerk im zukünftigen Autobahndreieck Erlenbruch Ende 2015/ Anfang 2016 fertig sein.

Schuld waren auch Mängel beim Bau des Riederwaldtunnels

Aber warum hat sich der Bau derart in die Länge gezogen? Auch, weil es Mängel am Bau des Riederwaldtunnels gab. „Die Lage des Tunnels wurde um sechs Meter nach Süden verschoben, dadurch musste auch der Bereich zwischen westlichem Tunnelportal und Verknüpfungsbauwerk neu geplant werden. Davon war auch die Bauwerksplanung für das Verknüpfungsbauwerk betroffen. Außerdem musste die technische Konzeption des Verknüpfungsbauwerks durch das mittlerweile erarbeitete, großflächige Grundwassermodell im Bereich Riederwaldtunnel/Ostumgehung angepasst werden, was ebenfalls zu einer Verzögerung führte“, sagt Hodes.

Aber jetzt gehen die Vorbereitungen für den 320 Millionen teuren Riederwaldtunnel weiter. Der soll 2020 fertig sein und einen Kilometer durch den Riederwald verlaufen. Er wird die zwei Bundesautobahnen A 66 und A 661 miteinander verbinden. „Mit dem Bau des Tunnels werden die städtischen Straßen in einem erheblichen Umfang vom Verkehr entlastet“, heißt es von Hessen Mobil.

2020 soll der Riederwaldtunnel fertig sein

Um die Öffentlichkeit auf dem neuesten Stand zu halten, arbeitet Hessen Mobil an einer Internetseite sowie einem Informationszentrum zum Tunnel Riederwald. Anschauungsmaterial wie Pläne, weitere Unterlagen zur Visualisierung und ein Modell werden dort zur Verfügung stehen, damit sich die Bürger über das Gesamtprojekt informieren können.

Wann die Internetseite freigeschaltet und das Informations-Büro eröffnet wird, ist laut Hessen Mobil noch unklar.

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