Frankfurter Reinigungsfirma hochgenommen

780.000 Euro Schaden: Zoll deckt Schwarzarbeit in großem Stil auf

Frankfurt - Dem Hauptzollamt Frankfurt ist ein echter Coup gelungen: Die Beamten deckten in einer Frankfurter Reinigungsfirma Schwarzarbeit in großem Stil auf. Der Inhaber wurde jetzt zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. 

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Der Mann beschäftigte 236 Arbeitnehmer mit verschiedenen osteuropäischen Staatsangehörigkeiten, wie der Zoll heute mitteilte. Sie führten Reinigungsarbeiten in Hotels durch, die dazu erforderliche EU-Arbeitsgenehmigung lag allerdings nicht vor. Zudem traten die Angestellten nach außen als Selbständige auf. Die von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit durchführten Ermittlungen führten jedoch zu dem Ergebnis, dass es sich um sogenannte Scheinselbständige handelte. Dabei sollen unter anderem sozialversicherungsrechtliche Melde- und Beitragspflichten umgangen werden.

Weiterhin beschäftigte der Chef 24 Reinigungskräfte als Arbeitnehmer, meldete sie aber nicht zur Sozialversicherung an. Der dadurch entstandene Schaden beträgt insgesamt 780.000 Euro. Das Landgericht Frankfurt verurteilte den Firmeninhaber zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung.

Insgesamt ist die Schwarzarbeit in Deutschland derzeit jedoch rückläufig. Grund dafür ist die gute Konjunktur. red/skk

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Rubriklistenbild: © dpa

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