In Offenbach und Frankfurt

35.000 Besucher feiern Nacht der Museen

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Nacht der Museen.

Frankfurt - Zehntausende haben in der Nacht zum Sonntag in Frankfurt und dem benachbarten Offenbach die Nacht der Museen gefeiert.

Nach Schätzungen der Veranstalter besuchten bei Dauerregen und niedrigen Temperaturen rund 35.000 Menschen die 15. Auflage des Kulturspektakels.

Fast 50 Museen, Galerien und Kultureinrichtungen boten erneut bis 02.00 Uhr in der Früh Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Performances und Installationen. Weil die Museen ihre Preise erhöht haben, kosteten die Tickets in diesem Jahr 14 statt 12 Euro. Erstmals dabei waren die Goethe-Universität und das Dach des Einkaufscenters Skyline-Plaza.

Von der Atmosphäre der Nacht der Museen haben sich trotz frischer Temperaturen und Dauerregen am 10. Mai rund 35.000 Besucher in Frankfurt und Offenbach verzaubern lassen. Kunstliebhaber und neugierige Erstbesucher waren gleichermaßen begeistert von dem abwechslungsreichen Programm in 46 Ausstellungshäusern und einigen Galerien.

„Mit herausragenden Ausstellungen, außergewöhnlichem Programm und dem in seiner Art einmaligen Museumsufer lockte die 15. Nacht der Museen erneut Tausende kulturaffine Besucher aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus“, so Kulturdezernent Felix Semmelroth. „Die einmalige und vielseitige Museumslandschaft Frankfurts zeigte auch in diesem Jahr, welche Anziehungskraft sie weit über die Region hinaus ausstrahlt und welche Begeisterung Kunst und Kultur bei einem großen Publikum wecken. Das Nacht-Publikum ließ sich entlang des Museumsufers durch die besondere Architektur, museale Vielfalt und abwechslungsreichen Darbietungen in nächtliche Hochstimmung versetzen.“

Neben den großen Ausstellungen im Städel oder in der Schirn fand im Museum für Moderne Kunst die Ausstellung zur „Göttlichen Komödie“ besonderen Anklang, die von der Dramatischen Bühne zum Leben erweckt wurde. Viel Zuspruch erhielten die Mitmachaktionen wie der Zombie-Make-up-Workshop im Frankfurter Kunstverein, der Tanzkurs mit Bäppi La Belle im Historischen Museum und die Bluebox, in der man im Filmmuseum in Kinosettings hineinfotografiert wurde. Auch die Bodypainting-Aktion und die Travestieshow im Museum für Kommunikation sowie die Aschenputtel-Musical-Vorstellung im Naturmuseum Senckenberg zogen viele Besucher in ihren Bann.

Weitere Magneten waren der erste Frankfurter Nachtmarkt im Zoo, der auch mit dem Nacht-Ticket kostenlos besucht werden konnte, sowie der Palmengarten, in dem es nicht nur eine Naturklanginstallation gab, sondern auch viel Live-Musik. Das Haus am Dom lockte mit Bärbel Schäfer, die ihre Bücher „Das Glücksgeheimnis“ und „Die besten Jahre“ vorstellte. Viel gelacht wurde bei der Comic-Lesung mit Ralf König im Caricatura Museum, während man sich im Eintracht-Museum mit der Bahia Dance Group musikalisch auf die bevorstehende Weltmeisterschaft in Brasilien einstimmte.

Unter dem Gewölbe der Honsellbrücke, wo sich der Kunstverein Familie Montez in seinen neuen Räumlichkeiten präsentierte, drängten sich die Besucher bei der Vernissage der Wanderausstellung „Wurzeln weit mehr Aufmerksamkeit widmen“ und der anschließenden Freejazz-Session und Party bis spät in die Nacht.

Spannende kulturelle Nachtstunden bot auch Offenbach, wo die drei Museen wieder ein umfangreiches Programm mit Lesungen, Live-Musik und Mitmach-Aktionen präsentierten.

Open Air-Attraktionen war die antagon-Theaterperformance auf dem alten Campus Bockenheim der Goethe-Universität. Gleich nebenan konnten besonders Mutige bei einer Kranfahrt einen einmaligen Blick auf das Europaviertel genießen. Wer danach im Höhenrausch war, feierte im Alex bei der der hr3 Party zu Musik von den Disco Boys und DJ Gunnar Töpfer.

Bei der EY-Benefizauktion „Junge Kunst mit Zukunft“ im Museum Angewandte Kunst wurden ausgewählte Werke junger Künstler der Frankfurter Städelschule und der Offenbacher Hochschule für Gestaltung (HfG) versteigert. Die 26 Objekte wurden für insgesamt 52.590 Euro versteigert. Zum Höchstpreis von 7.000 Euro wurde in diesem Jahr das Werk “GRID“ von Daniel Stern versteigert. „Kunstinteressierte und -sammler können bei uns eine völlig neue Künstlergeneration kennenlernen und vielleicht sogar die Arbeit eines bedeutenden Künstlers von morgen ersteigern“, so Philipp Turowski, Leiter der EY-Niederlassung in Eschborn. Der Erlös geht an die Künstler und an die Fördervereine der Frankfurter und Offenbacher Kunsthochschulen.

Bilder von der Nacht der Museen in Frankfurt

Bilder von der Nacht der Museen in Frankfurt

dpa

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