28-jähriger Student in Frankfurt verurteilt

Anschlag geplant: Haft für Bombenbastler mit Küchenmixer

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Frankfurt - Weil er mit einem Küchenmixer eine Bombe bauen und damit einen islamistischen Anschlag begehen wollte, ist ein 28 Jahre alter Student in Frankfurt zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt worden.

Das Landgericht ging am Dienstag vom Tatbestand der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat aus, verurteilte den Mann aber auch wegen fahrlässiger Verursachung einer Sprengstoffexplosion. Noch bevor die Bombe fertiggestellt war, ging das Gemisch in dem Mixer in die Luft. Der Angeklagte erlitt dabei Verbrennungen.

Wie schon das Landgericht Frankfurt im Februar 2013 gingen die Richter auch im jetzigen zweiten Urteil von einem islamistischen Hintergrund aus. "Der Angeklagte hatte zumindest damals die feste Absicht, die Bombe bei einem Anschlag auch zu zünden", sagte der Vorsitzende Richter. Die Verteidigung und auch der Angeklagte hatten vor Gericht versucht, das Urteil auf die fahrlässige Verursachung der Explosion zu beschränken.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte das erste Urteil von drei Jahren mit Blick auf den nicht abschließend geklärten staatsfeindlichen Charakter der Tat aufgehoben und nach Frankfurt zurückgewiesen. Nach Ansicht des Landgerichts gibt es aber genügend Anhaltspunkte für eine solche Gesinnung des Angeklagten zum Zeitpunkt der Tat. Weil sie mittlerweile bereits mehr als vier Jahre zurückliegt, wurden die ursprünglich verhängten drei Jahre herabgesetzt.

Der 28-Jährige wird aber nicht mehr lange ins Gefängnis müssen: Nach der Tat im Februar 2011 saß er bereits fast 20 Monate in Untersuchungshaft, die auf die Haftstrafe angerechnet werden.

dpa

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