Politische Waffe und erotisches Accessoire

100 Jahre! Der BH feiert runden Geburtstag

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Seit 100 Jahren unterstützt der Büstenhalter die Frauen.

Frankfurt – 100 Jahre Unterstützung! Zum runden Geburtstag des Büstenhalters zeigt das Frankfurter Museum für Kommunikation in einer Ausstellung, dass der BH mehr als nur ein Kleidungsstück ist. Von Angelika Pöppel 

Was für ein runder Geburtstag! Der Büstenhalter wird 100 Jahre alt und das Museum für Kommunikation in Frankfurt widmet dem bei Männern und Frauen gleichermaßen beliebten Kleidungsstück eine eigene Austellung. Denn: Der BH ist laut Museum viel mehr als ein wenig Stoff. Von den frühen Frauenrechtlerinnen im Kampf gegen das Korsett über Hollywoods Busenwunder bis hin zu Oben-ohne-Protesten spiegle der BH politische und kulturelle Umbrüche wieder. Ob Wonderbra oder Minimizer, aufreizend knapp oder sportlich bequem – Modelle aus rund 100 Jahren sollen das untrennbare Zusammenspiel von Kleidungsstück und geltendem Schönheitsideal veranschaulichen.

Zum Jubiläum des Patents von der Amerikanerin Mary Phelps Jacob aus dem Jahr 1914 widmet sich die Ausstellung „Body Talks – 100 Jahre BH“ der Geschichte des Büstenhalters ab dem 10. Oktober.

Zu bewundern gibt es neben Ingrid Bergman als Pin-up-Girl auch das Schwangerschaftskorsett von 1900 und die Bild-Lilli – das Vorbild der späteren Barbie-Puppe. Oder das Cover des 1968 veröffentlichten Albums von Jimi Hendrix: Dieses schmückt sich mit nackten Brüsten. Der Künstler selbst kritisiert die Gestaltung der Platte, die als seine einzige den Platz Eins in den US-Charts erreichte.

Zusätzlich bietet die Ausstellung ein Rahmenprogramm rund um das Accessoire. Am 7. November um 18.30 Uhr zeigt ARTE die Premiere des Dokumentarfilms „Bra-Wars – Hollywoods Affäre mit dem BH“. Der Film zeigt, wie Stars der Traumfabrik, wie Marylin Monroe oder Madonna, und der BH sich gegenseitig „unterstützten“. Zu den Highlights der Ausstellung gehört auch der Workshop am 24. und 25. Januar: „Wie nähe ich einen BH?“ von der Dessous Akademie.

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