Zweifel an Aussagen von Jacksons Arzt

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Jacksons Leibarzt Dr. Conrad Murray.

Los Angeles - Mehrere Aussagen des Leibarztes Dr. Conrad Murray zu Michael Jacksons Tod werden nach US-Medienberichten von den Gerichtsmedizinern angezweifelt.

Der Internetdienst Tmz.com schrieb am Dienstag (Ortszeit) unter Berufung auf Informationen aus Ermittlerkreisen, dass weder Murrays Zeitangabe noch seine Aussage zu der gespritzten Dosis Propofol glaubhaft erscheinen.

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Der “King of Pop“ war am 25. Juni überraschend an Herzversagen gestorben. Die Untersuchung der Gerichtsmediziner ergab, dass ihm eine Überdosis des starken Anästhesiemittels zum Verhängnis wurde. Murray gab zwei Tage später in Anwesenheit seines Anwaltes zu Protokoll, dass er dem an Schlaflosigkeit leidenden Sänger auf dessen Drängen 25 Milligramm Propofol gegeben habe. Eine so niedrige Dosis hätte den an Propofol gewöhnten Jackson wohl kaum getötet, meinen die Gerichtsmediziner laut Tmz.com.

Murray sagte der Polizei außerdem, er habe gut zehn Minuten nach der Injektion festgestellt, dass Jackson nicht mehr atmete. Unverständlich sei, warum der Arzt danach fast eineinhalb Stunden an seinem Mobiltelefon verbrachte, bis er über den Notruf 911 fremde Hilfe anforderte, schrieb Tmz.com.

Inzwischen hat sich Murrays Anwalt, Edward Chernoff, zu Wort gemeldet und die seinem Klienten angelasteten Zeitangaben bestritten. Der Arzt habe nie zu Protokoll gegeben, dass Jackson schon wenige Minuten nach der Propofol-Injektion - das heißt: kurz vor 11.00 Uhr - nicht mehr atmete, behauptet Chernoff jetzt nach einem Bericht des Nachrichtensenders ABC.

Diese Zeitangabe stamme vielmehr von der Polizei, die den Ablauf der Ereignisse nachzuskizzieren versucht habe, sagt Chernoff. Murray habe den Zustand des Sängers erst eine eine Stunde später entdeckt, dann dessen Wiederbelebung versucht und den Notruf veranlasst.

Jacksons Schwester LaToya hat derweil Barbara Walters ein Interview zugesagt, das am 11. September bei ABC ausgestrahlt werden soll. Jacksons vier Brüder Jermaine, Tito, Marlon und Jackie wurden dagegen für eine Reality-Fernsehserie gewonnen, die Videomaterial der Jackson-Brüder vor und nach dem Tod von Michael vorstellen werde, bestätigte der Sender A&E.

dpa

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