Die zwei Seiten des Party-Prinzen

Von Axel Grysczyk/Groß-Zimmern - Er ist der Mann, der die Region spaltet. Die einen finden Prinz Michael von Anhalt albern, größenwahnsinnig und durchgeknallt. Für die anderen ist er unterhaltsam, spendabel und clever.

Der EXTRA TIPP hat ihn besucht und die zwei Seiten des Mannes entdeckt, der einst als Michael Killer mit einer Kette von Fitness-Studios zu Geld gekommen ist. Es gibt sie, die Party-Seite des Prinz Maximillian Michael zu Sachsen und Westfalen Graf zu Askanien. Und die hat auch dazu geführt, dass ihn Prinz Frederic von Anhalt in L.A. adoptiert hat. Prinz Michael: "Ich habe fünf Jahre südlich von Los Angeles gelebt und war in den gleichen Läden wie Frederic, zum Beispiel dem Petit Fort. Wir haben uns kennengelernt, weil wir die gleichen Vorlieben hatten: Frauen, Partys und schnelle Autos. Das ist jetzt zwölf Jahre her. Daraus ist die Idee mit der Adoption entstanden. Ich habe dafür kein Geld an meinen Adoptivpapa bezahlt."

Nachdem er und sein Bruder Markus von Frederic adoptiert wurden, gibt's kein Halten mehr: Sie lassen keine Party aus und geben richtig Gas. Prinz Michael verrät: "Wir haben sogar geplant, eine eigene Casting-Show im Fernsehen anzuleiern. So nach dem Motto: Die Prinzenbande sucht ein weiteres Mitglied." Und dann gibt's da die Frauen: Erst turtelt Prinz Michael mit Vanessa Jean Dedmond, bekannt aus "Deutschland such den Superstar" durchs Nachtleben. Jetzt wird er nur noch mit dem Nachwuchs-Model Hannah Katharina Rink gesehen. Und dazu die üblichen Beilagen: Wohnungen mit Whirl-pool im Wohnzimmer, Rolls-Royce mit Chauffeur und Ferrari.

Es gibt sie, die soziale Seite des Prinz Michael. Insgesamt 325 Mitarbeiter arbeiten in seinen Fitness-Studios oder in seinem Stretch-Limmo-Service, darunter 35 Auszubildende. "Ich schaue mir keine Zeugnisse an. Bei mir hat jeder eine Chance, der motiviert und ehrlich ist", sagt er. Außerdem hat er eine Stiftung gegründet, die sich für die Integration schwacher Jugendlicher in die Gesellschaft kümmert. Als Stiftungssitz hat er sogar seine Villa in Darmstadt geräumt. Entstehende Verwaltungskosten, Räumlichkeiten und Manpower werden von ihm selbst getragen. Zusätzlich will er jährlich der Stiftung eine größeren Betrag zukommen lassen. Prinz Michael: "Es wird eine fünfstellige Summe sein. Weiteres Geld erhoffe ich mir durch Spenden." Ziel soll es sein, Lernbehinderten eine Chance zu geben, darüber hinaus Kinder an den Sport heranzuführen und letztlich dem Nachwuchs aus ausländischen oder sozial schwachen Familien mit Hilfe des Sports eine Chance für die Integration zu geben.

Er hofft auch, seine jetzige Medienpräsenz für die Stiftung nutzen zu können. Sein Motto: "Es gibt nichts so schlechtes, dass es nicht für etwas anderes gut ist." Das ist die andere Seite des Prinzen: Ein netter Kerl und ganz zuverlässig. Er besuche sogar regelmäßig seinen Stiefpapa in L.A. Auch der werde in der Öffentlichkeit ganz anders dargestellt, als er wirklich ist. Es sei nämlich ganz rührend, wie er sich um seine Stiefmutter Zsa Zsa Gabor (zirka 90) kümmert - wie er sie hegt, pflegt und ihr jeden Wunsch von den Lippen abliest. Zum Prinz sein gehören viele Gesicht.

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