Erste Preise in Cannes

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In Cannes wurden bereits Nebenreihen prämiert. Die Goldene Palme vergibt die Jury am Sonntagabend.

Cannes - Schon vor der Vergabe der Goldenen Palme am Sonntagabend sind beim Filmfestival in Cannes die ersten Preise vergeben worden.

Dabei hat Michael Hanekes deutscher Film “Das weiße Band“ den “International Critics' Prize“ des Filmkritikerverbandes Fipresci gewonnen. Außerdem erhielt der Wettbewerbsbeitrag, in dem der 67 Jahre alte Österreicher Haneke die Geschehnisse in einem norddeutschen Dorf vor Beginn des Ersten Weltkriegs beobachtet, eine lobende Erwähnung der ökumenischen Jury des Festivals. Das in Schwarzweiß gedrehte Drama “Das weiße Band“ gilt auch als Anwärter für einen der großen Wettbewerbspreise. In dem Film spielen unter anderem Ulrich Tukur, Susanne Lothar und Burghart Klaussner.

Der beste Film im Rennen um die Goldene Palme sollte am Sonntagabend gegen 20 Uhr ausgezeichnet werden. Während der Abschlusszeremonie prämiert die Jury unter dem Vorsitz der französischen Schauspielerin Isabelle Huppert vorher auch noch weitere Filme und die besten Darsteller. Der Hauptpreis der ökumenischen Jury ging an die Sozialkomödie “Looking for Eric“ des britischen Regisseurs Ken Loach. In der Nebenreihe “Un certain regard“ gewann der griechische Beitrag “Kynodontas“ (Dogtooth) von Yorgos Lanthimos den Hauptpreis. Der Film erzählt von einer Familie, deren drei Kinder nie das Haus verlassen dürfen.

In der zweiten Nebenreihe “Directors Fortnight“ gingen gleich drei Auszeichnungen an den Debütfilm des kanadischen Regisseurs Xaviers Dolan “I Killed My Mother“ über die schwierige Beziehung eines 16-jährigen Jungen zu seiner Mutter. Das teilte das Festival am Samstag mit. Die Österreicher Rainer Frimmel und Tizza Covi wurden für ihr Werk “La Pivellina“ mit dem “Europa Cinema Prize“ gewürdigt.

Im unabhängigen Programm der “Critics Week“ gewann das Sozialdrama “Adieu Gary“ den Hauptpreis “Le Grand Prix de la Semaine Internationale de la Critique“. Darin erzählt der französische Regisseur Nassim Amaouche vom Alltag und Leben der Menschen in einem beinahe verlassenen Teil einer Stadt. Der irakische Beitrag “Whisper with the Wind“ von Shahram Alidi über einen Postmann in den Bergen Kurdistans gewann in dieser Reihe mehrere kleine Preise.

dpa

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