„Wir sind Musiker und keine Poeten“

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Ganz entspannt posieren Patrick Westphal (von links), Moritz Maier, Fabian Fink, Marcel Schweer und Dominik Westphal von der Band Crayfish.

Langen- Die fünf Bandmitglieder von Crayfish füllen Hallen in ganz Deutschland. Bei „The Dome“ in Hannover spielten die Langener bereits vor 11.000 Teenies. Die Stadt Langen hat den Rockern gestern Abend in der Stadthalle offiziell den kulturellen Förderpreis übergeben. Von Angelika Pöppel

Crayfish sind Fabian Fink, Moritz Maier, Marcel Schweer, Dominik und Patrik Westphal.  Sie machen das, was sie lieben und haben damit Erfolg – Rockmusik. Die Jungs von Crayfish standen schon mit bekannten Bands, wie Stanfour, Queensberry und Silbermond auf einer Bühne. Jetzt zeichnete die Stadt Langen die Band mit dem kulturellen Förderpreis aus. „Die Auszeichnung geht an die gesamte Rockszene in Langen“, sagt Marcel Schweer, Schlagzeuger von Crayfish. Denn zum ersten Mal wurde der Preis an eine Band vergeben. Das freue die jungen Männer und zeige, dass man mit Rockmusik auch erfolgreich sein könne, so Schweer.

Sie sind keine Typen für tiefe Bedeutungen

Die ehemalige Schülerband ist schon über die Grenzen von Langen hinaus bekannt – vor allem durch ihren Auftritt bei der Fernseh-Musikshow „The Dome“ in Hannover vor über 11.000 Zuschauern im Saal und Millionen vor dem Bildschirm zuhause. Das war ihr Durchbruch.

„Wir sind Musiker, keine Poeten“, meint Schweer. Die Jungs schreiben und komponieren ihre eigenen Songs. Sie seien aber keine Typen für tiefe Bedeutungen, so Sänger Fabian Fink. Ihre Musik soll gute Laune verbreiten und keine politische Kritik sein. Bei der Entstehung eines neuen Songs legen die Musiker viel mehr Wert auf das Zusammenspiel zwischen Musik und Wort. „Der Klang ist für uns entscheidend“, sagt Fink.

Am Anfang probten sie im JUZ

Vor neun Jahren starteten die fünf Jungs in einer Schülerband. Als Proberaum diente das Jugendzentrum Langen. Ihren ersten großen Auftritt hatten sie vor 1000 Zuschauern in der Stadthalle. Auch heute noch sind sie auf dem Teppich geblieben. Allein von der Musik können sie noch nicht leben, aber das bleibe ein Traum. „Der Erfolg ist sehr vergänglich“, weiß Gitarrist Patrick Westphal.

Trotzdem verbringen die Vollblutrocker neben dem Studium und der Arbeit jede freie Minute im Proberaum oder auf der Bühne. Für sie bleibt es ein Hobby – allerdings ein sehr zeitintensives. Die Jungs müssen sich ihre Zeit genau einteilen. Lehramtsstudent Marcel Schweer nimmt für die Musik auch in Kauf, „ein oder zwei Semester länger zu studieren.“

Infos: www.cray-fish.de

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