Welchem Star gehört dieses Dekolleté?

Berlin - Zur Präsentation ihres Parfums erschien die blasse Schönheit in einem sexy schwarzen Kleid mit Spitze. Ihr nächster Coup: Ein Buch über Schönheit. Doch welcher Star verbrigt sich hinter diesem Dekolleté?

Diese Frau in Jeans oder gar Jogginghose? Schwer vorzustellen. Die amerikanische Strip-Künstlerin Dita von Teese (39) sieht aus wie einem alten Schwarz-Weiß-Film entsprungen. Eines ihrer Idole ist Marlene Dietrich - und an deren Stil hält sie sich. “Jeans würde Marlene nicht tragen“, sagt von Teese beim dpa-Interview in Berlin. Sie hat Kurven wie die Cartoon-Figur Betty Boop und trägt einen Schönheitsfleck über der Lippe. Als Ballett-Schülerin sitzt sie so gerade, als würde sie täglich mit einem Buch auf dem Kopf dafür üben.

Dita von Teese präsentierte in Berlin ihr neues Parfum

Gerade schreibt von Teese ein Buch über Schönheit. Plastische Chirurgie hält sie für eine “dramatische Form von Make-up“. Es ist kein Geheimnis, dass sie selbst bei ihrem Busen nachhalf. Bekannt wurde Teese durch ihre kurze Ehe mit Schockrocker Marilyn Manson und ihre Striptease-Nummern im altmodischen Burleske-Stil. In Berlin stellte sie ein Parfüm mit ihrem Namen vor. In Deutschland hat Verona Pooth eine ähnliche Karriere von der “Ex von“ zum Werbestar gemacht. Allerdings mit weniger Körpereinsatz.

Ausziehen und nackte Haut zeigen: Das muss nicht frauenfeindlich sein, findet von Teese. Radikale Feministinnen haben sie kritisiert, weil sie die Shows für frauenfeindlich halten, erzählt die Tänzerin. “Aber mein Publikum ist überwiegend weiblich.“ Also sei es sehr konstruiert, zu sagen, dass die Shows anti-feministisch seien. Ihre Zuschauerinnen mögen es, eine andere Art von “sexy“ zu sehen als in den Medien, so von Teese.

Ein Skandälchen gab es 2009 um ihren verruchten Auftritt beim Eurovision Song Contest mit dem deutschen Kandidaten Alex Sings Oscar Swings. Die Aufregung um ihr Dekolleté fand von Teese seltsam. “In einer anderen Gruppe haben Männer mit winzigen Lendenschurzen, in String-Tangas, getanzt...“

Vom Grand Prix hatte die Amerikanerin mit dem deutsch klingenden Künstlernamen vorher nie gehört, sie habe ihn toll gefunden und über die vielen Zuschauer gestaunt. Es gab aber nicht nur nette Reaktionen. Als im folgenden Jahr Deutschland mit Lena siegte, hätten ihr Leute aus heiterem Himmel geschrieben: “Wir haben gewonnen, weil du nicht da warst.“ Das habe sie schon irgendwie seltsam gefunden.

dpa

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