Adorf kann Wedel nicht verzeihen

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So einträchtig wie bei der Premierenfeier des ZDF-Sechsteilers "Die Affäre Semmeling" im November 2001 werden Regisseur Dieter Wedel (l) und Schauspieler Mario Adorf (r) wohl nie mehr zusammen stehen.

Bad Vilbel - Der Regisseur Dieter Wedel wäre jederzeit zu einer Versöhnung mit dem Schauspieler Mario Adorf bereit, umgekehrt ist das aber nicht so.

“Wir haben wunderbar zusammengearbeitet“, sagte der 67-Jährige am Sonntag dem Sender Radio FFH. “Ich habe nie auf seine öffentlichen Angriffe auf mich reagiert, weil ich eine zehnjährige gute Zusammenarbeit nicht im Nachhinein beschädigen will.“ Es sei schade, dass die Zusammenarbeit an Dingen zerbrochen sei, “von denen ich nicht mal genau weiß, warum, bis heute nicht“.

Adorf und Wedel hatten sich miteinander überworfen, als sich der Fernseh-Regisseur 2003 zum Intendanten der Wormser Nibelungen-Festspiele wählen ließ. Adorf wirft Wedel vor, ihn und seine Mitinitiatoren der Festspiele “rausgeboxt und rausgeekelt“ zu haben und sich gegen die Absprache den Intendantenposten mit einem “wohl dotierten Fünfjahresvertrag“ verschafft zu haben. Eine Versöhnung hat der 79-jährige Schauspieler mehrfach ausgeschlossen. “Wenn er mir die Hand reicht, nehme ich sie nicht“, sagte er im September 2005 der “Bild am Sonntag“. “Ich werde Wedel nie verzeihen.“

AP

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