So viel Rock steckt in Rogg

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Jürgen Rogg hält sein erstes Album in den Händen. Es ist Highway To Hell von AC/DC.

Dietzenbach – Es ist eine Freitagnacht im Jahre 1981 im Würzburger Rockpalast. Hunderte Partygäste werfen bei den Klängen von AC/DC die Arme in die Luft. An den Plattentellern steht Long, so lautet der Spitzname des DJs. 30 Jahre später ist er Dietzenbachs Bürgermeister. Von Jennifer Dreher

Am Freitag wird Jürgen Rogg  für einen guten Zweck erneut sein Können als Rock-DJ beweisen.  Anzug und Krawatte sind Pflicht für den Mann, der über 33.000 Bürger regiert. Doch am kommenden Freitag, 4. Februar, um 21 Uhr im Dietzenbacher Green Windows Pub, Offenbacher Straße 11, wird er bei der Veranstaltung „Rogg für Haiti“ganz leger in Jeans und Hard-Rock-Café-Shirt kommen. Stilecht. Denn privat ist Jürgen Rogg Rock-Fan und fährt auch gern Motorrad.

"Musik kann Grenzen überwinden"

Musik ist für ihn mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung. „Musik kann Grenzen überwinden, positive Energien freisetzen und wenn ich mir die Menschen in den hiesigen Musikvereinen anschaue, dann ist sie auch gesund. Denn die werden sehr alt“, berichtet Rogg.

Bei einer 70-Stunden-Woche verlegt er das Musik hören häufig in die späten Abendstunden. „Zum Leid meiner Frau“, gesteht er. In seinem Musikzimmer setzt er dann die Kopfhörer auf und sucht in einem seiner 1100 Alben Entspannung und Ablenkung vom häufig stressigen Alltag. „Meine erste Platte ist Highway To Hell von AC/DC gewesen“, erinnert er sich. Doch seine Vinyl-Alben hat er alle verkauft.

An den Turntables, damit Haiti nicht vergessen wird

Für den Musikliebhaber ist das Knistern und Rauschen kein Genuss. Er hört lieber die neu abgemischten und im Klang verbesserten Alben. „Ich habe keine Frequenzlöcher. Mein Gehör ist sehr gut und daher ist mir auch der Klang sehr wichtig“, sagt Rogg. Früher hat er sich sogar selbst Boxen und Anlagen gebastelt. Ob er auch die richtigen Songs zusammenbastelt, können die Partygäste am Freitag überprüfen. Der Eintritt von sieben Euro wird komplett für Erdbebenopfer in Haiti gespendet. „Es ist wichtig eine Nachhaltigkeit zu erzeugen und die Menschen dort nicht zu vergessen, nur weil in den Nachrichten nicht mehr darüber berichtet wird“, sagt Rogg.

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