"Tatort" schärfte Sabine Postels Blick 

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Schauspielerin Sabine Popstel (58)

Hamburg - Die 15 Jahre als Bremer „Tatort“-Ermittlerin Inga Lürsen lassen Schauspielerin Sabine Postel (58) die Welt mit anderen Augen sehen.

„Mein Blick hat sich verändert. Ich sehe Sachen viel detaillierter“, sagte Postel im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Hamburg. „Wenn ich zum Beispiel in einen Raum komme, hätte ich früher nur gedacht, "das ist aber nett hier". Jetzt merke ich: "Da steht ein Glas. Ah, da ist Lippenstift dran. Ein zweites ist nicht da".“

Das sei vielleicht auch normal, da sie sich seit 1997 „einfach zweimal im Jahr intensiv mit investigativen Themen beschäftigen“ müsse, sagte Postel. Zur Vorbereitung auf die „Tatort“-Folgen gehöre etwa auch die Beratung durch Fachleute von Kripo und Polizei.

Tatort: Die 18 Ermittler-Teams

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Mit Oliver Mommsen, der ihren Assistenten Stedefreund spielt, hat Postel die Folge „Hochzeitsnacht“ abgedreht, die am 16. September um 20.15 Uhr, in der ARD läuft. Den Jubiläumsbeitrag zum 15-jährigen Bestehen des „Tatort“ von Radio Bremen inszenierte der erfahrene Florian Baxmeyer, Gewinner des Studenten-Oscars. Es geht darin um die Geiselnahme einer dörflichen Hochzeitsgesellschaft durch einen entlassenen jungen Häftling - als Gast auf der Feier gerät auch Inga Lürsen in tödliche Gefahr.

Die 1954 in Neustadt am Rübenberge geborene Postel war bereits als Kindersprecherin im Rundfunk erfolgreich. Später machte sie zum Beispiel von 1993 bis 1996 in der ARD-Serie „Nicht von schlechten Eltern“ mit.

dpa

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