Fünf Fakten rund um Skandal-Enthüller Snowden

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Die Enthüllung: Snowden hat streng geheime Informationen über Überwachungsprogramme der USA an die Medien weitergeleitet. Danach greift der Geheimdienst NSA im großen Stil auf Telefondaten und E-Mail-Konten von Millionen US-Bürgern zu. Wollen die Agenten anhand gesammelter Daten einer bestimmten terroristischen Bedrohung nachgehen, müssen sie dazu jedoch richterliche Erlaubnis einholen.
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Der Enthüller: Seit er sich als Hauptquelle hinter den Enthüllungen der Blätter „The Guardian“ und „The Washington Post“ zu erkennen gab, hatte sich Snowden zuletzt in Hongkong versteckt gehalten. Vergangene Woche stellte das US-Justizministerium Strafanzeige wegen Spionage und Diebstahls von Staatseigentum gegen den Ex-Geheimdienstmitarbeiter. Einen Auslieferungsantrag der USA lehnten die Behörden in Hongkong jedoch mit dem Hinweis ab, dass eingereichte Unterlagen nicht gesetzlichen Vorgaben entsprochen hätten.
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Die Flucht: Noch bevor die ersten Medienberichte über die US-Überwachungsprogramme kursierten, hatte Snowden den US-Staat Hawaii schon in Richtung Hongkong verlassen. Dort angekommen, setzte er seine Enthüllungsinterviews mit Reportern fort. Am vergangenen Wochenende verließ er Hongkong in Begleitung von Vertretern der Enthüllungsplattform Wikileaks. Snowden flog nach Moskau. Die russische Hauptstadt ist wohl aber nur ein Zwischenstopp: Nach Angaben seiner Mitstreiter wollte Snowden über Kuba nach Ecuador reisen.
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Die Diplomatie: Schon der US-Antrag auf eine Überstellung Snowdens scheiterte an der fehlenden Kooperation Hongkongs. Russland - die erste Station des Whistleblowers nach seiner Ausreise aus Hongkong - unterhält kein Auslieferungsabkommen mit den USA. Auch die möglichen nächsten Ziele des Informanten sind für die USA heikles Terrain: Kuba, Venezuela und Ecuador. Alle drei Staaten sind nicht gerade als enge Verbündete Washingtons bekannt. Erst am Sonntag drohten US-Abgeordnete überdies mit Konsequenzen für all jene Länder, die Snowden beherbergen sollten.
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Die Zukunft: Snowdens Kooperation mit Wikileaks dürfte ein neues Kapitel einläuten, was Ausmaß und Qualität möglicher weiterer Enthüllungen anbelangt. Schon jetzt haben Snowdens Einlassungen für einigen Aufruhr gesorgt, auch wenn daran beteiligte Journalisten beteuerten, zum Schutz der nationalen Sicherheit nicht den vollen Umfang seiner brisanten Informationen ans Licht gebracht zu haben.

Washington - Edward Snowden zieht es nach Ecuador: Die Quelle hinter der Enthüllung des US-Überwachungsprogramms „Prism“ hat Hongkong verlassen und nun Asyl in dem südamerikanischen Land beantragt. Im folgenden fünf wichtige Aspekte rund um den von der US-Justiz gesuchten Informanten.

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