Schummel-Vorwürfe bei DSDS: "Alles Betrug!"

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Köln - DSDS-Kandidat Marcel hat sich vor laufender Kamera und der Jury um Pop-Titan Dieter Bohlen in die Hose gemacht - so wirkte es zumindest im TV. In Wahrheit soll aber alles ganz anders gewesen sein.

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Schummel-Vorwürfe bei DSDS: 7,37 Millionen Zuschauer haben am Mittwochabend gesehen, wie Kandidat Marcel Finette (18) mit nassem Fleck auf der Hose vor der DSDS-Jury mit Pop-Titan Dieter Bohlen (55) auftrat. Marcel sang "Ave Maria“ - und nicht nur wegen des Gesangs, sondern auch wegen des Flecks auf der Hose erntete er Bohlens Spott: "Wir hatten schon viel. Aber dass sich jemand in die Hose pinkelt, noch nicht.“

Doch alles war ganz anders, behauptet jetzt Marcel: "Der Fleck war schon auf der Hose, als ich in den Raum kam. Ich war vorher auf dem Klo, habe nicht richtig abgeschüttelt. Die haben dann nur so getan, als sei es plötzlich passiert. Das bei DSDS ist alles Betrug!“

Und Marcels Vater Udo (38) steht der Verärgerung des Sprösslings in nichts nach: "Am Freitag bin ich beim Anwalt, und dann klage ich gegen Bohlen und RTL. Mein Sohn wurde vorgeführt", sagte der 28-Jährige gegenüber bild.de. Der Auftritt sei extra lächerlicher gemacht worden. Der Bohlen-Spruch: "Lieber Cholera auf dem Pipimann als deine Stimme" sei zudem gar nicht gefallen. "Ich war bei der Aufzeichnung dabei. Das haben die später reingeschnitten, um Marcel richtig lächerlich zu machen.“ In Wahrheit soll Bohlen gesagt haben: "Bleib lieber in deiner Firma." Doch der Spruch war den Machern offenbar zu wenig publikumswirksam.

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Und tatsächlich: „Das DSDS-Rohmaterial wird bearbeitet. Über diese Möglichkeit sind die Kandidaten durch die Teilnehmervereinbarung informiert", erklärt RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer. Inhaltlich ändere sich aber nichts, ein schlechter Sänger bekomme keine guten Sprüche zugeteilt, oder umgekehrt. "Nachher aufgezeichnet wird nichts, die Sprüche kommen immer spontan von Dieter Bohlen."

Heißt aber auch: Bohlens Sprüche fallen zwar, doch sind sie nicht immer an den Adressaten gerichtet, wie es im TV zu sehen ist. So wie beim Cholera-Spruch gegen Marcel. "Dieser Spruch fiel gegenüber einem anderen Kandidaten. Da der Spruch aber gut das Urteil der Jury und die Umstände seines Auftritts beschreibt, wurde er verwendet", so Eickmeyer. Das passiere aber nur in Einzelfällen.

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