Sabrina rechnet ab: Warum sie froh ist, nicht mehr im Big-Brother-Haus zu sein

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Endlich in Neu-Isenburg: Sabrina freut sich über ihren Auszug.

Neu-Isenburg – Fünf Monate ohne Handy, ohne Familie, ohne Kontakt zur Außenwelt: Das Leben von Neu-Isenburgerin Sabrina spielte sich fünf Monate lang auf rund 400 Quadratmetern im Kölner Big-Brother-Areal ab. Am vergangenen Montag haben sie die Zuschauer rausgewählt. Ihre Zeit bei der Reality-Show sieht die 24-Jährige kritisch. „Man verblödet mit der Zeit im Haus“, sagt Sabrina nach ihrem Auszug. Von Jennifer Dreher

Trotzdem bereue sie nicht, diese Erfahrung gemacht zu haben. Doch die war nicht nur positiv. „Teilweise bin ich ganz falsch rüberkommen“, berichtet sie: „Viele meiner Freunde haben mich gar nicht wiedererkannt, wie sie mir nach dem Auszug sagten.“ In Internetforen wird sie als „Läster Lady“ und „Plapperschlange“ bezeichnet. Dazu sagt die Neu-Isenburgerin: „Ich habe mich nie verstellt und immer jedem auch ins Gesicht gesagt, was ich von ihm halte.“
In den letzten drei Wochen hat sie sich im Haus nicht mehr wohl gefühlt. „Jeder dort ist ein Einzelkämpfer und verfolgt seine eigene Strategie so wie Klaus. Der geht über Leichen, um am Ende zu gewinnen“, berichtet die Friseurin. Daher ist sie auch nicht traurig, wieder zurück in Neu-Isenburg zu sein – auch wenn sich noch alles komisch anfühlt, wie sie sagt.

Sie greift immer noch zum Mikrofon

Die 24-Jährige musste sich bei dieser Aufgabe überwinden, mit Schlange und Krabblern  in die Wanne zu steigen.

„So viele Gesichter und Dinge, die ich wieder machen kann“, freut sie sich: „Endlich kann ich wieder essen und trinken, was ich will, Musik hören und telefonieren.“ An das normale Leben müsse sie sich nach fünf Monaten im Haus aber wieder gewöhnen. Drei Tage nach dem Auszug greift Sabrina noch immer morgens nach dem Mikrofon, das die Bewohner im Big-Brother-Haus 24 Stunden am Tag am Körper tragen mussten. Nach dem Auszug will sich Sabrina eine Auszeit nehmen, in absehbarer Zeit aber in den Friseursalon zurückkehren.
Doch vorher wird die Italienerin nochmal bei Big Brother zu sehen sein. Bei der morgigen Live-Show am Montag um 21.15 Uhr auf RTL 2 wird sie Rede und Antwort stehen. „Ich hatte viel Spaß in der Show, bin selbstbewusster und stärker geworden“, zieht die Neu-Isenburgerin Bilanz.
Trotzdem kritisiert sie auch die Show-Macher. „Ich habe bei meiner Bewerbung angegeben, dass ich Höhenangst habe und mich vor Schlangen ekele und genau diesen beiden Dingen wurde ich in den Matches ausgesetzt“, erinnert sie sich.

Sabrina ist enttäuscht von den Show-Machern

Sabrina unterhält sich im Big-Brother-Haus mit Carlos.

Auch bedauert sie, dass ein Video-Clip zur Aufklärung über Aids nicht im Fernsehen läuft. „Uns wurde gesagt, dass der Spot immer wieder gesendet wird“, erinnert sich Sabrina. Insgesamt sei Big Brother aber wohlwollend mit ihr umgegangen. „Carlos, meine Bezugsperson im Haus, bedroht die Show seine Existenz“, berichtet Sabrina. Der Ex-Mitbewohner beleidigte im Streit den behinderten Sohn einer Mitbewohnerin.
„Das war nicht in Ordnung, aber Carlos hat es nicht so gemeint und war einfach emotional so aufgewühlt, dass er das gesagt hat“, bedauert Sabrina. Carlos sei auch der Erste gewesen, mit dem sie nach dem Auszug telefoniert habe. Seine Entgleisung werde ihm von Vielen übel genommen. „Dabei vergisst man schnell die Kameras und sagt Dinge, die man nicht so meint.
Der psychische Druck im Haus ist groß“, sagt sie und berichtet: „Mir erging es da besser. Ich habe haufenweise Fanpost bekommen, die ich bald beantworten will.“

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