Ritterschlag mit Nena in der Alten Oper

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Nina Kutschera singt in der Alten Oper Frankfurt.

Offenbach – Auch vier Monate nach ihrem Ausscheiden in der Castingshow The Voice ist Nina Kutschera noch gefragt. Die 30-Jährige lebt nach wie vor in Offenbach. Wie ihre Fans sie bei der Album-Produktion unterstützen können erzählt sie im Interview. Von Norman Körtge

Du hast 10.767 Fans bei Facebook und lässt sie an deinem Leben teilhaben. Seit dieser Woche hast du aber auch ein eigenes Postfach. Warum?

Mich haben Leute immer wieder gefragt, ob sie mir nicht auch einen Brief schreiben können. Bislang habe ich das über mein Management laufen lassen. Das war mir aber zu unpersönlich.

War schon Post da?

Klar. Als ich das Fach aufgemacht habe, ist mir ein ganzer Stapel entgegen geschwappt. Da sind total schöne und sehr persönliche Briefe dabei. Und die sind alle richtig lang. Mindestens eine DinA4-Seite. Nicht wie bei Facebook einfach nur zwei, drei Sätze. Die beantworte ich jetzt alle an meinem neuen Arbeitsplatz, den ich mir diese Woche in meiner Wohnung eingerichtet habe.

Was hat dich am meisten bei den Briefen gefreut?

Die Altersspanne. Der jüngste Schreiber war sechs Jahr alt, die älteste über 70. Ich bin Familien-Entertainment (lacht).

Am 23. April tritt dein „The Voice“-Coach Nena in der ausverkauften Alten Oper Frankfurt auf. Du stehst auch auf der Bühne. Aufgeregt?

Und wie. In der Alten Oper aufzutreten ist schon so etwas wie ein Ritterschlag für einen Musiker. Da treten ja nur die ganz Großen auf. Ich freue mich auf jeden Fall riesig darauf

Was wirst du singen?

Das steht noch nicht so genau fest. Auf jeden Fall wird etwas von meinem neuen Album dabei sein. Am besten einfach überraschen lassen.

Wann wird das Album erscheinen?

Bald. Es ist so wahnsinnig viel Arbeit damit verbunden. Ein wichtiges Datum ist aber der 20. April. Ab da können mich meine Fans auf dem Internetportal Sellaband.de unterstützen und die Albumproduktion ankurbeln.

Das musst du genauer erklären?

Sellaband fungiert wie eine Bank. Viele Musiker, die nicht mit einem großen Label zusammenarbeiten möchten, nutzen diese. Meine Fans können dort einen Betrag einzahlen und damit mein Album vorbestellen. Ich werde den entsprechenden Link und weitere Infos bei Facebook (http://www.facebook.com/

ninakutschera) posten.

Arbeitest du noch als Gesangslehrerin?

Ja. Und ich kann mich vor Anfragen kaum retten. Mein Traum ist es, eine eigene Musikschule aufzumachen. Aber bislang habe ich noch nicht die richtigen Räumlichkeiten gefunden. Entweder passt die Größe nicht oder sie liegen nicht zentral genug. Viel Spaß macht mir momentan aber meine freiwillige Arbeit an der Albert-Einstein-Schule in Langen. Die Kinder sind mit Freude dabei.

Wirst du auf der Straße immer noch oft angesprochen?

Ja. Das ist der Wahnsinn. Nicht nur hier in Offenbacher oder Frankfurt. Auch in Hamburg, Stuttgart oder Bremen sprechen mich die Leute an. Ich bin ja nicht zu übersehen und habe alleine durch mein Kopftuch einen hohen Wiedererkennungswert.

Viele Menschen bewundern dich, weil du eben ohne Modelmaße auf der Bühne stehst. Wie gefällst du dir selbst in dieser Rolle als Mutmacherin?

Das ist schon komisch. Ich war ja vor The Voice auch schon da. Und so richtig kann ich auch nicht nachvollziehen, dass ich mit meinem kleinen mutigen Schritt so viele ermutigt habe, zu sich selbst und ihren Körper zu stehen. Aber ich bin natürlich stolz darauf und es bekräftigt mich, dass was ich tue, gut und wichtig ist.

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