Soziales Engagement

Frankfurter Zeda rappt für Rechte von Mädchen

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Rapperin Zeda wird mit ihrem Song beim Welt-Mädchentag in Offenbach auftreten.

Offenbach – Der Welt-Mädchentag findet am 11. Oktober erstmalig in Deutschland statt. Die Frankfurter Rapperin Zeda setzt sich mit ihrem selbstgeschriebenen Song für die Rechte von Mädchen ein. Von Fabienne Seibel

Ihren Song „Weil ich ein Mädchen bin“ wird Zeda am Freitag, 11. Oktober, um 11.30 Uhr auf dem Offenbacher Aliceplatz singen und damit den Welt-Mädchentag in Hessen eröffnen. Mädchen im Alter von zehn bis 19 Jahren haben gemeinsam eine Choreographie entwickelt, die sie während des Auftritts der Rapperin als Flashmob vorstellen. „Ich freue mich sehr, dass ich den Tag eröffnen kann und die Mädchen Lust haben, bei der Aktion mitzumachen. Wir sitzen alle in einem Boot, das haben schon viele erkannt“, so Zeda.

Die im Libanon geborene Frankfurterin findet es wichtig, sich im Rahmen des Welt-Mädchentages für andere einzusetzen: „Man muss sich bewusst machen, dass Mädchen in vielen Ländern der Welt wenig Rechte haben. Sie werden benachteiligt, diskriminiert oder sogar zwangsverheiratet. Der Tag soll auf die Lebensbedingungen von Mädchen weltweit aufmerksam machen.“

Zum Nachdenken anregen

In ihrem Song setzt Zeda auf tiefsinnige Reime, die zum Nachdenken anregen. Auch sie hat aufgrund ihres Geschlechts bereits gegen Ungerechtigkeiten ankämpfen müssen. „Als Rapperin habe ich es als Frau in der deutschen HipHop-Szene nicht einfach. Es fällt den Leuten schwer, Frauen in diesem Business zu akzeptieren, denn man wird direkt als Schlampe abgestempelt. Ich muss mich immer wieder durchbeißen“, sagt Zeda.

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Mittlerweile ist die 1,55 Meter große Rapperin jedoch in der Rap-Szene der Region und auch darüber hinaus eine feste Größe und nutzt das für gute Zwecke. In der Vergangenheit setzte sich Zeda immer wieder bei sozialen Projekten ein und ist auch deshalb beim Welt-Mädchentag dabei. „Das ist eine gute Sache, für die ich mich gerne einsetze, denn ich unterstütze Gerechtigkeit und arbeite mit und für Jugendliche, um ihnen Wege aufzuzeigen“, sagt die Rap-Queen. Sie ist sich sicher, damit etwas in der Welt zu bewegen: „Man muss Leute mit den Mitteln, die man hat, aufmerksam auf Probleme machen und sich für mehr zwischenmenschlichen Respekt einsetzen. Wenn der Stein erstmal ins Rollen gebracht wurde, ist er nicht mehr aufzuhalten.“

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