Rapper Krisbe: Der Goldjunge aus Königstein

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Rapper Krisbe aus Königstein beißt auf eine Goldmünze.

Königstein – Rapper Krisbe kommt aus gutem Hause, verdient in der Marketingbranche und kritisiert das Poser-Gehabe seiner Rap-Kollegen. Dennoch wirft er in seinem neuen Video mit Goldmünzen. Von Angelika Pöppel

Rapper Krisbe, alias Christopher Boeder bedient nicht die üblichen Rüpel-Rapper-Klischees: Er ist behütet in König-stein aufgewachsen, hat Marketing studiert und verdient gutes Geld. „Ich kann gut leben und muss das nicht um jeden Preis zeigen“, sagt Krisbe. Nur in seinem neuen Video zu seinem Song „Ching Ching“ sieht das anders aus: Vor der Kamera schlendert er über die Frankfurter Goethestraße und wirft mit Goldmünzen um sich. Aber nicht etwa fürs Image. Nein. Rapper Krisbe nimmt sich selbst nicht so ernst und will auch andere dazu anregen. „Geld ist nicht alles“, sagt Krisbe. Ein simples Motto, aber der Königsteiner lebt danach. Obwohl: „Ich war auf Sylt, Sankt Moritz – ich könnte mit Scheinen um mich schmeißen, aber ich bin einfach kein Poser.“

Krisbe setzt auf kommerzielleren Sound

Damit sich bald auch musikalisch Erfolg einstellt, hat er sein eigenes Label gegründet. Nachteil: „Ich mache alles selbst“, sagt Krisbe. Auch beim Videodreh war er Regisseur, Organisator, Planer und Akteur vor der Kamera. „Ich hätte gerne viel mehr Zeit, um mich auf die Musik zu konzentrieren.“ Bereits mit 16 Jahren begeisterte er sich für Rap-Musik. Mit Freestyle machte er sich in Frankfurt einen Namen, hatte auch schon einen Gastauftritt auf Moses Pelham‘s Album „Geteiltes Leid II“. Musikalisch ist Krisbe völlig offen: „Ich würde gerne mal ein Rock-Rap-Album machen mit Live-Band oder einen emotionalen langsamen Rap.“ Bisher setzte er auf harte Texte und Bässe mit wenig Gesang. Doch das soll sich ändern. „Ich will kommerzieller und softer werden.“

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