Ein Fastnachts-Casting macht´s möglich:

Skandal um Frankfurter Prinzenpaar

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Sabine Oehlenschläger und Thomas Wolf sind das 60. Frankfurter Prinzenpaar 2013. Sie reisten zu ihrem ersten öffentlichen Termin anstatt mit einer Kutsche mit der Straßenbahn an.

Offenbach/Frankfurt – In der Faschingszeit geht es oftmals drunter und drüber. Da wird mit dem wildfremden Menschen geschunkelt und gescherzt. Und auch nur dann kann es passieren, dass eine Offenbacherin in Frankfurt das Kommando übernimmt. Von Silke Gottaut

Denn die in der Lederstadt wohnende Sabine Oehlenschläger ist Prinzessin des Frankfurter Prinzenpaares. „Wenn ich sage, dass ich aus der Heimatstadt der Kickers komme, dann werde ich auch schon mal ausgebuht“, erzählt Oehlenschläger und lächelt dabei: „Aber das macht mir nichts aus.“ Die 49-Jährige lassen die Vorurteile gegenüber Offenbachern kalt. Denn sie hat auf beiden Seiten des Mains ihre Wurzeln. Oehlenschläger ist in Frankfurt-Griesheim aufgewachsen und vor 15 Jahren der Liebe wegen nach Offenbach gezogen. „Ich fühle mich als Frankfurter Prinzessin sehr gut.“ Aber gut fühlt sie sich auch, wenn sie abends gemütlich Grüne Soße essen und dazu einen Ebbelwoi trinken kann.

Selbst der Prinz ist kein Frankfurter

Der Traum, Prinzessin zu werden, lag wohl schon in ihrer Kindheit. „Ich habe mich als Kind gerne als Prinzessin oder Rotkäppchen verkleidet“, erzählt sie: „Heute bin ich es“. An ihrer Seite steht Prinz Thomas Wolf. Auch er ist kein Frankfurter, sondern hat das Mainzer Fastnacht im Blut. Denn der 40-Jährige hat seine Wurzeln in Bischofsheim. Doch eins haben die beiden gemeinsam: Sie lieben Fasching und sind stolz Prinzenpaar zu sein. Auch wenn es Wolfs Kindheitstraum weniger war Prinz zu werden. „Ich war oft als Cowboy verkleidet. Die Pistole war für mich ganz wichtig.“ Heute ist er aber froh einen Zepter in der Hand zu halten, anstatt einer Pistole.

Die Hoheiten sind auch noch Arbeitskollegen

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Wolf und Oehlenschläger haben neben dem Prinzenpaar sein noch eine Gemeinsamkeit: Sie sind Kollegen und arbeiten beide bei der FrankfurterVerkehrsgesellschaft (VGF). Wolf ist derzeit Projektleiter in der Nachrichtentechnik und Oehlenschläger ist kaufmännische Angestellte. Durch ihren Arbeitgeber wurden sie auch zu Prinzessin und Prinz. Denn die VGF ist dieses Jahr das prinzliche Haus, das das Prinzenpaar entsendet. Und beim Casting haben sie gegen acht weitere Bewerber überzeugt. Das passende Motto der Kampagne lautet: „Frankfurts Fastnacht ist auf Draht, mit Helau kommt sie in Fahrt!“ Und so begann auch ihre Kampagne: Zum ersten öffentlichen Auftritt am 11.11. kutschierte eine U-Bahn das Prinzenpaar. Doch ihre anderen etwa 160 Prinzenpaar-Termine nehmen sie mit dem Auto wahr.

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