Neu-Isenburger Koch überzeugt Jury

Sänger mit Geschmack bei The Voice of Germany

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Agatino Sciurti sang „Love me again“ von John Newman bei seinem Auftritt am Freitag.

Neu-Isenburg - Aus Karaoke wurde ernst. Der Neu-Isenburger Koch Agatino Sciurti zeigt der Jury von The Voice of Germany sein Können. Von Silke Gottaut

Es wird wieder fleißig gesungen. Seit Donnerstag läuft die dritte Staffel von The Voice of Germany. Am Freitag war der Neu-Isenburger Agatino Sciurti zu sehen. Mit „Love me again“ von John Newman sang er sich eine Runde weiter. Warum der 29-jährige Koch die Küche lieber gegen die Bühne austauschen würde, erzählt er dem EXTRA TIPP.

Wie kamen Sie dazu, zu The Voice of Germany zu gehen?

Ich habe Anfang des Jahres gesehen, dass das Casting wieder los geht. Da ich bei der ersten Staffel auch teilgenommen hatte, aber nicht zu den Blind Auditions eingeladen wurde, dachte ich mir zwei Jahre später, dieses mal schaffe ich es. Ich bin ohne jemandem davon zu erzählen zu den Vorcastings gegangen.

Sie würden lieber die Küche gegen die Bühne eintauschen. Warum?

Ich koche sehr gerne für die Gäste im Restaurant meiner Eltern Ristorante Il Castello in Dieburg oder für meine Freunde. Sie lieben mein Essen, besonders die Desserts. Wenn die gleichen Personen mich jedoch singen hören, spüren sie was für eine Leidenschaft, Liebe und Arbeit in meiner Stimme steckt. Ich selbst spüre es, wann immer ich auf einer Bühne stehe, dass ich eine für mich besondere Kraft geschenkt bekommen habe. Es hört sich sehr schnulzig an, ich weiß, aber beim Singen, ob kleine oder große Bühne, fühle ich mich zuhause und ich bin ich selbst.

Viele singen unter der Dusche. Sie singen bestimmt auch beim Kochen?

Klar singe ich beim Kochen. Auch beim Spazierengehen, beim Zähne putzen – das hört sich dann meistens nicht so toll an – oder beim Schuhebinden. Egal wo ich bin und was ich mache, ich singe und merke es selbst manchmal gar nicht.

Sie haben mit 15 Jahren angefangen Karaoke zu singen. Was war das erste Lied?

Oh Gott, ich erinnere mich genau. Es war „End of the road“ von Boys2Men. Ich hoffe, es gibt davon keine alten Aufnahmen mehr (lacht).

Wie ging es nach nach dem Karaoke-Singen weiter?

Ich bin mit etwa 18 Jahren dank meines Bruders Domenico und meinem Cousin Salvatore zu einer deutschen Rock-Soulband gekommen. Dort habe ich schnell gemerkt, dass ich mich nicht nur auf eine Richtung fixieren will und stieg dann noch in eine A-Cappella-Gruppe ein. 2005 kam ich zu meiner bisher längsten und erfolgreichsten Band den Stroke Unit Nurses. Auch hier ging es wieder in eine ganz andere Richtung – und zwar dem Funk-Rock. Ich liebe diese Band auch heute noch. Leider haben wir uns Ende 2010 wieder getrennt. Mit dem Bassisten dieser Band, Felix Schmandt, gründete ich die Gruppe Zweitagebart, mit der wir sehr viel unterwegs sind.

Welcher Sänger ist Ihr Vorbild?

Vorbilder habe ich viele. Es sind nicht immer nur die großen bekannten Musiker. Oft gibt es in den kleinen Regionen viele geniale Musiker von den man leider nichts in der Öffentlichkeit hört.

Nun ist Ihr Coach Samu Haber. Sind Sie zufrieden damit?

Ja, sehr. Genau zu ihm wollte ich auch. Ich bin froh, dass ihn meine Stimme angesprochen hat. Ich habe mich vor den Blind Auditions gut über die beiden neuen Coaches informiert. Haber ist momentan internationaler bekannter. Ich kann sicherlich viel von ihm lernen.

Mit wem würden Sie gerne einmal zusammen singen?

Ich würde unglaublich gerne einmal mit India Arie oder Craig David zusammen singen. Das wäre ein Traum.

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