Nachtwächter lernt von den Kochprofis

Obertshausen – Matze Drebert und seine FrauPetra sind fertig. Beide haben zwei Vollzeit-Jobs. Anders lässt sich ihrWirtshaus „Zum Nachtwächter“ nicht mehr finanzieren. Jetzt haben sie die Notbremse gezogen und dieKochprofis von RTL 2 zu Hilfe gerufen. Die helfen heute und morgen in der Nachtwächter-Küche. Von Christian Reinartz

Petra Scholl-Drebert ist für den Service zuständig.

Der Nachtwächter ist das Sorgenkind von Obertshausen. Dabei ist das traumhaft schöne Fachwerk-Wirtshaus ein Schmuckstück. Trotzdem haben sich zahlreiche Pächter in den letzten Jahren die Zähne daran ausgebissen. Seit Mai letzten Jahres versuchen sich Matze Drebert und seine Frau Petra daran. „Für uns war das schon immer ein Traum“, sagt Matze Drebert. Doch mittlerweile ist der zum Albtraum geworden. „Wir haben zu wenig Gäste“, erklärt Petra Scholl-Drebert: „Wenn es so weitergeht, müssen wir aufgeben.“

Zerplatzt bald der Traum der Dreberts?

Jetzt setzen die beiden ihre Hoffnungen in dieKochprofis. „Vielleicht ist unsere Speisekarte ja auch nicht zeitgemäß“, sagt Drebert, der eigentlich Bankkaufmann ist und sich das Kochen selbst beigebracht hat. Er ist überzeugt, dass es aber nicht an der Qualität des Essens liegen kann. „Fast alleSpeisen bei uns sind von mir selbst hergestellt. Wir benutzen nur ganz wenig Tiefkühlware“, sagt Drebert stolz. Er und seine Frau glauben, dass dem „Nachtwächter“ noch der Ruf aus früheren Zeiten nachhängt. „Damals war es hier sehr teuer“, erklärt Petra Scholl-Drebert: „Aber das haben wir geändert. Wir haben jetzt ganz normale Wirtshauspreise.“

Die Kochprofis wollen den "Nachtwächter" retten

Matze Drebert in der Küche.

Die Kochprofis freuen sich auf das verlängerte Wochenende im „Nachtwächter“. Mike Süsser: „Ich hatte beruflich schon öfter im Raum Frankfurt zu tun und mag die Menschen hier. Deshalb freue ich mich, dass ich mal wieder in die Rhein-Main-Region komme.“ Und der „Nachtwächter“ hat es ihm offenbar schon jetzt angetan: „Ich habe zwar durch das Bewerbungsvideo einen ersten Eindruck gewonnen, aber für uns zählt für die Beurteilung immer die Situation, die wir dann tatsächlich vor Ort vorfinden“, sagt Süsser: „Aber ich bin schon sehr gespannt auf das historische Ambiente dieses wunderschönen Wirtshauses.“

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