Musikerin Antonia im Interview über Hochzeitspläne

Antonia aus Tirol: „Vielleicht heiraten wir  im Taunus“

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Antonia aus Tirol

Niedernhausen - Antonia aus Tirol gehört seit Jahren zur Schlager-Elite. Die 35-Jährige verrät, warum sie am rechten Innenohr operiert werden muss und ob endlich die Hochzeitsglocken für sie und Dauer-Freund Peter Schutti läuten. Von Dirk Beutel

Sie leiden momentan an einer Infektion des rechten Innenohrs, die sich zu einer chronischen Entzündung entwickelt hat. Um bleibende Schäden zu verhindern, müssen Sie sich operieren lassen. Wie geht es Ihnen zurzeit?

Ich bin schon in Behandlung, damit die Entzündung abklingen kann für die Operation am 7. Mai. Jetzt ist es schon nicht mehr so schlimm, aber ich habe trotzdem ein bisschen Bammel davor.

Trotzdem wollen Sie vor Ihrer OP noch viermal auftreten.

Das ist nicht so schlimm. Das sind keine mehrstündigen Shows, wie die in Niedernhausen bei denen ich auf mein In-Ear-System angewiesen bin, sondern Auftritte, die um die 45 Minuten dauern. Aber bei den großen Shows und den vielen Spezialeffekten bekomme ich wichtige Anweisungen auf beide Ohren. Deswegen ist diese Operation für mich unabwendbar. Aber es ist nicht so, dass ich auf der Bühne sonst Probleme hätte und nichts höre. Ich habe nur auf dem rechten Ohr eine verminderte Hörfunktion die durch die Operation korrigiert wird.

Sie sind sowieso immer im Dauereinsatz: Über 200 Live-Auftritte jährlich. Muss das ein Schlagerstar heute leisten können, um erfolgreich zu sein?

Ich weiß nicht, ob man das an der Anzahl der Auftritte festmachen kann. Aber ich bin der Meinung, dass man auf jeden Fall für die Fans da sein sollte. Nur von denen bekommt man sein Feedback. Gerade im Schlager ist das eine tolle Geschichte, weil diese Fans sehr persönlich sind und das gehört zu meinem Beruf dazu. Wenn ein Musiker das anders sieht, keine Autogramme gibt und gleich nach dem Auftritt abhaut, dann soll er das so handhaben. Ich möchte das nicht, das gehört zum Job dazu.

Ist das Schlager-Geschäft schwerer geworden als früher? Es drängt ja immer mehr Konkurrenz in die Branche.

Ich sehe das relativ entspannt. Sagen wir mal so: Es kommt zwar viel, aber es kommt nicht sehr viel Qualität. Am Ende entscheidet nämlich immer der Konsument, was ihm gefällt. Aber es ist schon richtig: So gut wie jeder kann heute einen Song produzieren, kann nicht einmal singen und nennt sich Künstler. Aber in der Zukunft hat das keine Chance. Das geht vielleicht mal zum Jux oder für eine Gaudi, aber nicht auf längerfristiger Basis.

Wie ist denn die Stimmung in der Schlager-Branche? Herrscht auch hinter den Kulissen gute Laune?

Der Schlager hat gerade eine sehr gute Stellung, auch bei den jungen Leuten. Gerade Helene Fischer hat das mit ihrem Hit „Atemlos“ auch gezeigt. Ich finde, dass hat der Branche insgesamt gut getan und hat die Zielgruppe im Party-Schlager-Bereich noch ein bisschen breiter gemacht.

Apropos Helene Fischer, Andrea Berg und Sie – der deutsche Schlager ist so sexy wie lange nicht.

Auf jeden Fall – aber nicht nur für die Männer. Man darf nicht unterschätzen, dass wir viele Frauen als Fans haben. Gerade die Mädels finden uns gut, weil wir cool sind, tolle Klamotten anziehen und modern daherkommen. Klar, gehört es dazu, dass uns die Männer sexy finden. Musik ist aber schon lange nicht mehr nur Musik, sondern da gehört viel mehr Show fürs Auge dazu. Aber der Schlager selbst ist viel moderner geworden. Man muss sich nur vor Augen führen, was vor 20 Jahren noch als Schlager galt und was heute.

Privat sind Sie seit 15 Jahren mit Ihrem Manager Peter Schutti glücklich zusammen, aber zum Heiraten sind Sie noch nicht gekommen.

Wir hatten schon ein paarmal konkrete Termine, aber es ist so, dass ich da schon ein wenig eigen bin. Wenn wir heiraten, dann will ich nicht nur diesen einen Tag schön haben, sondern ich möchte viel Zeit haben für die Vorbereitung. Ich möchte entscheiden, wie die Torte aussieht, oder die Tischdekoration und solche Sachen. Im Moment habe ich aber viel zu wenig Zeit, um das alles planen zu können. Vom Herzen her sind wir schon lange Mann und Frau, nur das Papier fehlt halt noch.

Bleibt es bei der Idee, einmal auf Mallorca und einmal in Tirol zu heiraten?

Wir haben immer noch das Problem, dass wir uns nicht entscheiden können, wo wir letztendlich feiern möchten. Klar schlägt mein Herz für Tirol und die Berge, das stelle ich mir total romantisch vor. Andererseits gefällt mir Mallorca und der Strand. Also: Zweimal heiraten, warum nicht? Dann kann man es auch zweimal genießen. Aber vielleicht auch dreimal: Denn ich habe überlegt, weil ich ja Wahl-Hessin bin und mich in den kleinen Ort Eisenbach und die Menschen drumherum verliebt habe, ob wir klassisch zuhause im Taunus heiraten. Wir haben uns so lieb, da kann man auch dreimal heiraten.

Sie beiden sind nicht nur ein Paar, sondern Geschäftspartner. Noch dazu mussten Sie einige Schicksalsschläge wie zwei Autounfälle, und den Brand Ihres Hauses auf Mallorca verkraften. Hat das Ihrer Liebe nie geschadet?

Antonia aus Tirol muss wegen einer Operation am rechten Innenohr ihre Show im Rhein-Main Theater Niedernhausen auf den 31. Oktober verschieben.Wir sehen uns 365 Tage im Jahr, 24 Stunden. Ich glaube, da muss man schon zusammen gehören und man muss schon gewisse Dinge gemeinsam erlebt haben. Das hat uns zusammen geschweißt. Wir ergänzen uns super, wobei bei uns auch mal die Fetzen fliegen. Klar, Schicksalsschläge werden bei einem Menschen, der in der Öffentlichkeit steht, immer viel präsenter sein, als bei einem normalen Menschen. Aber auch die haben ihre Geschichten und ihre Probleme, es wird aber nicht so darüber berichtet. Es ist viel geschehen bei uns, aber es ist immer alles gut gegangen.

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