Miss Purple Haze räumt mit Vorurteilen auf

DJane Miss Purple Haze sorgt mit ihrer Partyreihe Dutty Friday für Furore

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Miss Purple Haze in Aktion: Beim Auflegen kann die Frankfurterin ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Frankfurt – Die Menge tobt, die Tanzfläche ist voll, Gäste schreien, tanzen und am Mischpult steht – eine Frau. So sieht ein Abend in den angesagtesten Frankfurter Clubs aus, wenn DJ Miss Purple Haze für Stimmung sorgt. Doch als weiblicher DJ hat man es nicht immer leicht. Von Fabienne Seibel

Die Partyreihe Dutty Friday ist ihr Baby. Gemeinsam mit ihrem Freund und Förderer Michael Ameer hat Miss Purple Haze viel Zeit, Energie und Liebe in die Organisation der Partyreihe gesteckt, die sie selbst ins Leben gerufen hat. Dafür hat das Paar sogar eigene Models gecastet. Die Flyer für ihre Partys gestalten und verteilen die beiden selbst. „Das erdet einen“, sagt die Musikliebhaberin.

Leute schreien und tanzen

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Harter Kampf um Partygäste

Auf ihren Partys sorgt die blonde DJane selbst an den Turntables für reges Treiben auf der Tanzfläche. „Es ist was richtig Tolles, wenn du in einem Club auflegst und die Leute gehen ab und schreien.“ Dann werden regelmäßig die angesagtesten Frankfurter Discotheken von Reggae und Dancehall-Beats sowie karibische Sounds erfüllt. Die Dutty-Friday-Models bieten etwas fürs Auge und der Dancehall-Queen-Contest bringt zusätzliche Stimmung. All das sorgt für unvergessliche Partynächte.

Der Weg zum Erfolg war jedoch nicht einfach: „Ich habe schon sehr lange davon geträumt, DJ zu sein, aber es nie in die Tat umgesetzt. Doch irgendwann kam der Tag, an dem ich für meinen Traum alles hingeschmissen habe“, erzählt die 27-Jährige. Im Sommer 2010 kaufte sich die gelernte Bankkauffrau ihr eigenes Equipment und legte los. Ein paar Wochen später stand sie bereits gemeinsam mit der Musikgruppe Snap in der Festhalle auf der Bühne. Es folgten etliche Partys in Deutschland, Holland, der Schweiz und in Belgien. Im vergangenen Jahr wurde die Frankfurterin sogar zu einer Charity- Veranstaltung nach Jamaika eingeladen. Mittlerweile ist Miss Purple Haze eine angesagte DJane in der Hip-Hop-, Reggae- und Dancehall-Szene. Im vergangenen Jahr wurde sie sogar zu Europas Nummer eins der weiblichen Dancehall-DJs gewählt.

Frauen haben's schwer hinter den Plattenspielern

An ihrem nächtlichen Arbeitsplatz hinter den Turntables.

Der Beruf hat aber auch seine Schattenseiten: „Frauen werden als DJ nur schwer ernst genommen. Man muss sich viel stärker beweisen, denn besondersMänner sind immer sehr skeptisch. Das motiviert mich, den Leuten zu zeigen, was ich drauf habe. Ich liebe es dafür zu sorgen, dass die Gäste beim Feiern Spaß haben“, sagt die ambitionierte Frankfurterin.
Immer an ihrer Seite ist ihr Freund Michael Ameer. Er organisierte der Newcomerin erste Auftritte und ist ihre größte Unterstützung. Seine Hilfe ist der 27-Jährigen extrem wichtig, denn sie erzählt: „Das Business ist hart. Viele Menschen sind nicht ehrlich und es gibt viele Rückschläge. Außerdem wird man als Frau oft von betrunkenen Partygästen belästigt und da ist es gut, wenn man einen männlichen Begleiter hat.“

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Für dieses Jahr haben sich Miss Purple Haze und ihr Freund viel vorgenommen. Geplant sind Klamotten für die Dutty-Friday-Partyreihe sowie das Produzieren von eigenen Tracks. „Ich brauche diese Herausforderung und habe viel zu viele Ideen, um stillzusitzen. Jeder Tag muss voll ausgekostet werden, denn ich will den Leuten etwas bieten können.“

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