Michael Caine: Sterbehilfe bei seinem Vater

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Der britische Charakterdarsteller Michael Caine.

London - Der britische Schauspieler Michael Caine (“Gottes Werk und Teufels Beitrag“) hat zugegeben, beim Tod seines Vaters 1955 einen Arzt zur Sterbehilfe überredet zu haben.

Die Ärzte hatten seinem an Leberkrebs erkrankten Vater nur noch vier Tage Lebenszeit gegeben, sagte Caine (77) am Samstag dem Radiosender Classic FM. Er habe enorm gelitten und Höllenqualen ausgestanden.

Caine, damals 22 Jahre alt, habe den Arzt gefragt: “Können Sie ihm nicht eine Überdosis geben und das beenden?“ Der Arzt habe abgelehnt, später aber gesagt: “Kommen Sie um Mitternacht wieder.“ Er sei um Mitternacht ins Krankenhaus gegangen, fünf Minuten später sei sein Vater, bei seinem Tod 56 Jahre alt, gestorben, sagte der zweimalige Oscar-Gewinner dem Sender.

Die Sterbehilfe habe er vor seiner Mutter, die 1989 starb, stets geheim gehalten.

dpa

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