Medlocks Schwarzfahr-Schulden interessieren OVB nicht mehr

Von Axel GrysczykOffenbach - Selbst von Taschenpfändung sei die Rede gewesen. Bei den Offenbacher Verkehrsbetrieben (OVB) ist schon lange überlegt worden, wie man die Altschulden des Mark Medlock eintreibt.

Der offene Posten hat sich durch Schwarzfahren aus seiner Zeit in Offenbach ergeben. Und der heutige Großverdiener Medlock hat sie nie beglichen.

Als er vor zwei Wochen auf Promotion-Tour in Offenbach gewesen ist (der EXTRA TIPP berichtete), besteht die Möglichkeit, offene Rechnungen zu begleichen. Doch die OVB nutzt sie nicht. "Das ist verjährt. Die Forderung gegenüber Herrn Medlock von 40 Euro wegen Schwarzfahrens ist ausgebucht, damit bestehen also keine offenen Rechnungen mehr", sagt OVB-Pressesprecherin Christine Wüst-Rocktäschel. Man wolle die Sache damit abschließen. Medlock müsse nicht fürchten, dass bei seinem nächsten Auftritt in der Region die Handschellen klicken. Wüst-Rocktäschels Vorschlag: "Herr Medlock könnte mit gutem Beispiel für die Jugendlichen vorangehen und symbolisch eine Jahreskarte kaufen, wenn er in der Gegend ist."

Das Management von Medlock und er selbst wollten sich zu der Schwarzfahr-Vergangenheit nicht äußern. Den entsprechenden Vorschlag des EXTRA TIPPs, bei seinem nächsten Konzert am kommenden Mittwoch in Neu-Isenburg die symbolische Buskarte zu kaufen, hat das Management unbeantwortet gelassen. Stattdessen folgt die Meldung, dass sein Konzert abgesagt und in den Februar verlegt ist. Britta Herbote vom Tour-Veranstalter Meistersingerkonzerte in Berlin: "Produktionstechnische Gründe sind verantwortlich."

Aber vielleicht hat Medlock auch nur Angst vor den OVB-Kontrolleurenâ?¦

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