Limo-Lust statt Alltags-Frust

Denn der Wendekreis dieses Monstrums ist unvorstellbar.  Jeder Kleinstadt-Kreisel wird zur Herausforderung. Wolfgang Brandt ist Limo-Chauffeur: "Aufgrund des Radstandes fährt sich die Stretch-Limo wie ein Lkw. Auch weil man nur durch die Außenspiegel Sicht hat."

Bei jeder Lenkbewegung muss ausgeholt werden."Die acht Zylinder und die 340 PS spürt der Fahrer kaum. Denn wichtig beim Stretch-Limo-Fahren ist nicht das Tempo, sondern das Gleiten." Brandt: "Wenn der Fahrer abrupt Gas gibt, fällt den Gästen der Prosecco aus der Hand."

Denn darauf kommt's bei einer Limo-Fahrt an: Spaß haben. Acht Personen können chauffiert werden. Und das Innenleben des Lincoln genießen: Große Bar, rote Ledersitze, Fernseher mit DVD-Player, Stereoanlage, Nebelmaschine, Disco-Kugel und Lichteffekte. Michael Killer alias Prinz Michael von Anhalt ist Inhaber der Firma Killerdom (www.killerdom.de), die Stretch-Limos vermietet: "Mit einer Limo zur Party nach Frankfurt fahren ist ein Super-Service. Man kann mit seinen Freunden Riesen-Spaß haben und kommt an jedem Türsteher vorbei. Und es nicht teuer: Eine Stunde mit Fahrer kostet 140 Euro. Wenn man das durch acht Personen teilt, ist es billiger wie ein Taxi."

Der Unternehmer besitzt insgesamt vier Limos. Für jede Veranstaltungsart hat er ein passendes Auto: Eine elegante Schwarz-Ausführung, zwei weiße Hochzeits-Limos und eine voll ausgestattete Party-Limo. Gebraucht kann man die US-Importe in gutem Zustand für 30.000 Euro bekommen. Entscheidend ist dann aber der Innenausbau. Die Stretch-Limo-Philosophie ist Service: Stilvoller, unterhaltsamer Fahrer, Sauberkeit  und  den  Kunden  jeden Wunsch von den Lippen ablesen. Für weitere Wünsche  hat Killerdom andere Autos zum  Vermieten: BMW Z8, Rolls Royce und zwei Ferraris.  agk

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