Arnd Odekerken zeigt sein Können auf SAT 1

Königsteiner kocht bei "The Taste"

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Der Königsteiner Arnd Odekerken überzeugte mit seinen Kochkünsten die Jury bei „The Taste“.

Königstein - Ein ganzes Gericht auf einem Löffel anrichten – gar nicht so einfach. Doch dies ist die Voraussetzung bei der neuen Koch-Show „The Taste“ auf SAT. 1. Der Königsteiner Arnd Odekerken hat die Jury überzeugt. Von Silke Gottaut

Zur Info:

Die Koch-Show „The Taste“ läuft jeden Mittwochabend um 20.15 Uhr auf SAT.1. Noch fünf weitere Folgen sind zu sehen. Nächsten Mittwoch, 20. November, ist Arnd Odekerken wieder zu sehen. 

Starköche Tim Mälzer, Lea Linster, Frank Rosin und Alexander Herrmann testen die Gerichte ihrer Kandidaten „blind“. Nur der Gaumen entscheidet. Sie bekommen einen Löffel mit einem kompletten Gericht gereicht, wissen aber nicht, wer hinter der Koch-Kreation steckt. An welcher Mahlzeit der 42-jährige Arnd Odekerken schon einmal verzweifelt ist, und mit welchem Schmaus er eine Runde weiter kam, verrät er im Interview.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, bei der Kochshow „The Taste“ mitzumachen?

Meine Frau Susanne hat die Anzeige im Fernsehen gesehen und meinte nichts Eiligeres tun zu müssen, als mich dort heimlich anzumelden. Ich wurde also mehr oder weniger vor vollendete Tatsachen gestellt, habe mich dann aber immer mehr mit der Idee anfreunden können. Ich hatte große Bedenken, ob ich mit meinen mir selbst beigebrachten Kochkünsten gegen langjährige Profis mithalten könne.

Wie man am Mittwochabend sehen konnte, können Sie das. Mit was haben Sie die Starköche überzeugt?

Ich habe "Deep fried diced Chicken with sweet and sour sauce", beziehungsweise frittiertes Hühnchen mit süß-saurer Soße, und wer das nicht kennt: Einfach die Nummer 36 beim Chinamann, gekocht. Das Gericht– vor allem die Soße hat es in sich – enthält die gesamte Spannbreite des Geschmacks: Die Soße ist süß-sauer-bitter-salzig. Und mit den soften Komponenten Pfirsich und Gurke sowie den krossen Hühnchen und Zwiebeln sind alle Bestandteile inklusive der Farbe – Pfirsich: gelb, Gurke: grün, Zwiebel: rot, Hühnchen: gold-braun – eines Gourmet-Essens enthalten. Alex Herrmann hat sich nach der Verkostung als Coach für mich entschieden.

Wie schafft man es, ein ganzes Gericht auf einem Löffel zu präsentieren?

Das ist eigentlich ganz einfach: Man konzentriert sich auf das Wesentliche. Ich habe dies in den letzten Jahren schon das ein oder andere Mal im privaten Kreis bei einem Diner gemacht. Meine Gäste gucken anfangs ungläubig, sind dann aber extrem begeistert. Vor allem, wenn man versucht Schnitzel mit Pommes, dazu Erbsenpüree und Zitrone, auf einen Löffel unterzubringen.

An welchem Gericht sind Sie schon einmal verzweifelt?

Oh je, da werden alte Erinnerungen wach (grinst). Unter anderem an gefüllten thailändischen Cannelloni. Die Biester wurden einfach nicht weich. Und als sie dann endlich weich waren, waren sie zu matschig geworden – da konnte nur noch aus Frust der örtliche Chinese weiterhelfen.

Wenn es keine bösen Cannelloni gibt – was kochen Sie dann am liebsten?

Kleine Gerichte, die es geschmacklich in sich haben und wo man die gesamte Bandbreite eines Gourmet-Essens wiederfindet. Zum einen sollte es eine exotische, nicht alltägliche Zutat sein und zum anderen darf natürlich eine Soße nicht fehlen. Kochen ist entspannend und kochen ist auch eine Form der Kultur. Die einen gehen ins Theater oder in die Oper, die anderen haben Genuss an Herd und Kühlschrank.

Ihre kleine Tochter heißt mit Zweitnamen wie ein Wein: Margaux. Was steckt dahinter?

Ich bin ein Genießer von schweren alten Bordeaux-Weinen. Und mit dem Chateau Margaux verbinde ich puren Genuss, Entspannung und Lebensqualität. Dies möchte ich meiner Tochter mit auf ihren Weg geben und vielleicht schlägt sie ja auch mal den Weg eines "Genussmenschen" ein.

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