EXTRA TIPP verlost neues Buch von Nele Neuhaus

Harter Stoff für lange Lese-Nächte

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Nele Neuhaus mit ihrem neusten Buch „Böser Wolf“ und mit Übersetzungen von „Schneewittchen muss sterben“.

Bad Soden – Fast anderthalb Jahre mussten Fans auf den nächsten Band warten, passend zur Buchmesse ist es soweit: Am Donnerstag ist „Böser Wolf“ erschienen, das neue Buch von Nele Neuhaus. Darin traut sie sich an ein Thema, das sie eigentlich nie anfassen wollte. „Es ist mein wohl härtestes Buch“, sagt sie. Von Julia Renner

Der EXTRA TIPP verlost fünf Exemplare von „Böser Wolf“ zur Abholung im Verlagshaus, Waldstraße 226, in Offenbach. Wer eines der Bücher gewinnen möchte, schreibt einfach bis nächsten Dienstag, 16. Oktober, zwölf Uhr, eine Mail mit dem Betreff „Böser Wolf“ an gewinn@extratipp.com.

Im Main wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden. Niemand vermisst „die Nixe“, wie sie die Ermittler nennen. Hinzu kommt der Fall einer Fernseh-Moderatorin, der etwas schlimmes zustößt. Bald stellt sich heraus: Beide Fälle haben etwas miteinander zu tun. „Und es wird ein rasantes Finale geben“, verspricht Nele Neuhaus.

Mitunter harter Tobak ist es, was sie ihren Fans in ihrem sechsten Taunus-Krimi bietet: Es geht um Kindesmissbrauch. „Das ist ein Thema, das ich eigentlich nie anfassen wollte“, sagt sie. Der Sinneswandel kam im vergangenen Jahr. Damals übernahm sie die Schirmherrschaft einer Aktion des Frankfurter Mädchenhauses. Die Gespräche mit den Therapeuten hätten sie „sehr berührt“, die Autorin war geschockt darüber, dass „so nah vor der Haustür“ so viel Gewalt an jungen Frauen verübt wird. Fortan ließ sie das Thema nicht mehr los, sie las viele Sachbücher – und entschied schließlich, dass ihr neuester Taunus-Krimi sich um das Thema Missbrauch drehen sollte.

Fertig geworden ist der 480-Seiten-Wälzer auf den letzten Drücker. Unter erschwerten Bedingungen ist das Buch entstanden, sagt sie. Unter anderem hatte das mit der Trennung von ihrem Mann zu tun. „Doch durch das Schreiben konnte ich abschalten.“ Manche Nacht hat sie an ihrem Computer verbracht.

Den Druck, wieder einen Bestseller zu schreiben, spürte sie nicht. Zumindest nicht durch Fans und Verlag. „Ich gehe ans Schreiben so locker wie eh und je. Und den meisten Druck mache ich mir selbst“, sagt Nele Neuhaus. Dass sie manchmal nicht richtig reinkommt in ihren Rhythmus, wirft sie nicht aus der Bahn. „An anderen Tagen bin ich dafür wie im Rausch.“

Mini-Rolle in einer ZDF-Verfilmung

Jetzt ist sie aufgeregt, wie die Leser das Ergebnis finden. Was die Kritiker sagen werden, interessiert sie dagegen nicht wirklich. Schließlich schreibt sie für ihre Fans. Und die hat sie nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Der vierte Teil der Taunus-Krimi-Reihe – „Schneewittchen muss sterben“ – ist mittlerweile in 21 Ländern erschienen: Von Japan über Spanien bis hin nach Südamerika, in den USA wird „Snow White Must Die“ Anfang nächsten Jahres auf den Markt kommen. In viele Länder wurde sie sogar eingeladen. „Ich kann das selbst noch immer nicht so richtig glauben“, sagt die 45-Jährige. Trotz des Erfolgs – bisher wurden mehr als drei Millionen ihrer Bücher verkauft – ist es ihr wichtig, am Boden zu bleiben. Für sie sei das Schreiben einfach ein Job, den sie ihr Leben lang machen wollte.

Eine Idee für den nächsten Taunus-Krimi hat sie schon. Doch erstmal geht es auf Lesereise, in diesem Jahr allerdings nicht nur quer durch Deutschland, sondern auch nach Österreich und in die Schweiz.

Mit dem sechsten Band müssen sich die Fans übrigens erst einmal begnügen. Nächstes Jahr wird es keinen neuen Teil geben, sagt sie. „Denn schreiben wie am Fließband möchte ich nicht.“ Kleines Trostpflaster: Anfang 2013 wird das ZDF zwei Filme zeigen, die durch ihre Bücher inspiriert wurden – und Neuhaus selbst wird in einer Mini-Rolle in „Eine unbeliebte Frau“ zu sehen sein.

Die Frankfurter Buchmesse ist an diesem Samstag und Sonntag jeweils ab neun Uhr für Besucher geöffnet. Die Messe schließt am Samstag um 18.30, am Sonntag um 17.30 Uhr.

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