Harter Rock‘n‘Roller als Reiseführer in Frankfurt

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Sightseeing: The Boss Hoss Gitarrist Stefan Buehler (rechts) zeigt Frontman Alec Völkel seine Heimat.

Frankfurt – Mädels, haltet Euch fest, und Jungs, haltet eure Mädels fest. Denn wenn die Cowboys von The Boss Hoss nach Frankfurt kommen, flippen die Damen reihenweise aus. Der EXTRA TIPP hat zwei der sieben Bandmitglieder vor ihrem Konzertermin getroffen. Von Mareike Palmy

The Boss Hoss, das sind die Rock-Pop-Verhackstücker und Vollblut-Rock'n'Roller die vor keinem noch so berühmten Song der Musikszene halt machen und diesen gnadenlos covern. Bewaffnet mit Sonnenbrille und Cowboyhut rocken sie seit sechs Jahren die Bühne.
Mit ihrem Tourstopp am 28. April in der Frankfurter Alten Oper betreten die Jungs aber kein fremdes Land. Gitarrist Stefan Buehler alias Russ T. Rocket ist nämlich ein echter hessischer Bub und spielt für die sieben-köpfige Band gern den Reiseführer in der Mainmetropole.
Seit 13 Jahren wohnt der Hesse schon am Berliner Prenzlauer Berg. Für ein Heimspiel reist er gern wieder nach Hause: „Ich bin oft im Rhein-Main Gebiet, da wohnen viele Freunde und meine Familie“, verrät der Musiker.

Buehler steht auf Äppler und

Aufgewachsen ist er im schönen Taunus, seine Jugend verbrachte er dann im Frankfurter Nordend. Sind die Jungs auf Tour im Hessenland bringt Stefan Buehler den Bandkollegen natürlich seine Heimat näher: „Auf einem Konzert im Hanauer Amphittheater brachte meine Mutter den Jungs hessische Spezialitäten mit. Von Äppler bis Handkäs‘ war alles dabei.“
„Lecker war‘s!“, kontert Frontman Alec Völkel alias Boss Burns. Auch sonst wissen die Cowboys schon viel über ihren nächsten Konzertort: „Hier gibt‘s die Messe, den Römer und eine Bürgermeisterin“, erklärt der Sänger – stolz über sein neu erworbenes Wissen.
„Mit den Jungs auf Tour zu sein, ist fast wie eine Klassenfahrt“, sagt Russ T. Rocket: „Frankfurt gehört definitiv zu meinen Lieblingsspielorten. Hier kenn ich mich aus. Außerdem gehen die Hessen immer gut ab bei unseren Konzerten.“ Wenn wieder gutbürgerliche Mittvierziger im Strickpulli zu „Sabotage“ von den Beastie Boys toben oder weißbehemdete BWL-Studenten den Text von Jimi Hendrix’ „Hey Joe“ begeistert mitsingen, ist klar: The Boss Hoss sind im Lande.

2000 Hessen wollen schon kommen

Über 2000 Hessen haben sich schon Karten für das Konzert am übernächsten Mittwoch gekauft. Mit im Gepäck haben die Berliner ein ganzes Orchester. 20 Streicher und Bläser sind dabei. „Diesmal sind wir ohne Strom auf Tour“, erzählt Alec Völkel: „Wir spielen quasi unplugged in Stefans Heimatstadt.“
Wenn heute Abend die Eintracht gegen Hertha BSC Berlin spielt, gibt‘s bei Gitarrist Buehler einen klaren Favorit: „Mein Herz schlägt für die Eintracht. Das wird auch immer so bleiben“, erklärt der Hesse.

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