Lordi war erst der Anfang

Hard‘n‘Heavy-Freunde wollen mehr Metal für Offenbach

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Der will nur spielen: Marc Kremser (links, stellvertretender Vorsitzender) und Ralph Graupner (zuständig für die Public Relations der Hard’n’Heavy-Freunde), fühlen sich nach dem Konzert unter Lordis Monsterhänden anscheinend ganz wohl.

Offenbach – Die Hard’n’Heavy-Freunde Offenbach sind wieder da. Vor gut zehn Jahren haben sie noch unter dem Namen „Hard & Heavy e. V. “ Konzerte in der Hafenbahn veranstaltet. Jetzt wollen sie den Liebhabern brettharter Gitarrenklänge wieder Gehör verschaffen. Von Dirk Beutel

Die Grusel-Rocker Lordi aus Finnland live auf der Bühne der Turnhalle in Offenbach-Bieber. Klingt unglaubwürdig, ist aber wahr. Möglich haben es die Hard’n’Heavy-Freunde Offenbach gemacht. Sie sind Überbleibsel der Hafenbahn-Rocker, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, harte Rockmusik ins Rhein-Main-Gebiet zu holen. „Hier ist es einfach zu ruhig. Wenn man auf ein gutes Konzert gehen will, muss man schon ein paar Kilometer fahren“, sagt Norbert Mandel, Vorsitzender der Hard’n’Heavy-Freunde. „Offenbach muss zurück auf die Landkarte des Rock. Wenn man nur redet, aber nichts macht, passiert auch nichts.“

Damit soll also Schluss sein. „Wir wollen an die alten Zeiten der Hafenbahn anknüpfen und nationale, internationale Rockbands nach Offenbach holen“, sagt Mandel. Das große Plus: Die familiäre Atmosphäre. Sogar für das Catering haben sich die Offenbacher hinter den Herd gestellt. Für Lordi gab´s Schweinebraten und Kartoffeln.

Vom Newcomer bis zu Rock-Giganten

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Ganz gleich ob Newcomer oder prominente Metalgrößen – sie alle sollen ein Gegenpol zur etablierten Szene bilden. Mandel: „Es wäre aber größenwahnsinnig mit den bekannten Clubs zu konkurrieren. Wir wollen sie höchstens ein bisschen ärgern.“
Doch Grund zum Ärger hatten erstmal die Metal-Freunde: Denn das Lordi-Konzert war nicht so gut besucht. Kalkuliert wurde mit etwa 500 Besuchern, gekommen sind aber nur etwa 300. Dabei kostete der Eintritt für die Gewinner des Eurovision Song-Contestes aus dem Jahr 2006 an der Abendkasse schlappe 29 Euro.

Nächstes Turnhallen-Konzert abgesagt

Doch von dem finanziellen Rückschlag lassen sich die Musikfreunde nicht entmutigen. Sieben Konzerte sind in der Bieberer Turnhalle gebucht. An welchen weiteren Newcomern oder prominenten Szene-Acts die Rockfans dran sind, soll noch nicht verraten werden. Der Kontakt zu zahlreichen Bookern von früher sei nie abgerissen, wodurch man auch namhafte Größen in die Turnhalle mit dem Charme der fünfziger Jahre locken könne.

Noch mehr Bilder vom Lordi-Konzert in Bieber

Lordi in Bieber

Trotzdem gab es noch einen Nackenschlag: Das Konzert in der Bieberer Turnhalle am Samstag, 4. Mai, mit den V8Wankers muss abgesagt werden. „Momentan ist die Sache ein schwebendes Verfahren und bedarf einer generellen Klärung zwischen dem TV Bieber und dem Bauamt Offenbach“, sagt Ralph Graupner, zuständig für die Public Relations der Hard’n’Heavy-Freunde. Stattdessen gibt´s in der Kellerbar der Turnhalle eine Party mit DJ. Im September soll die Konzertreihe fortgesetzt werden.

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