Hagen Boßdorf: Verfahren eingestellt

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Kann Aufatmen, Verfahren wurde eingestellt.

Hamburg - Der Prozess wegen angeblicher eidestattlicher Falschaussage gegen Hagen Boßdorf wurde gegen Geldbuße eingestellt. Der ehemalige ARD-Sportkoordinator muss 10 000 Euro zahlen.

Der Prozess um angeblich falsche eidesstattliche Aussagen gegen den ehemaligen ARD-Sportkoordinator Hagen Boßdorf ist vorbei. Das Hamburger Amtsgericht hat den von der Staatsanwaltschaft angestrengten Prozess gegen den 45-Jährigen gegen die Zahlung einer Geldbuße von 10 000 Euro eingestellt, wie ein Gerichtssprecher und Boßdorfs Anwalt Johann Schwenn am Donnerstag sagten. Sie bestätigten einen Bericht der “Süddeutschen Zeitung“. Den Angaben nach fiel die Entscheidung mit Zustimmung der Anklage auf Vorschlag des Gerichts.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft hatte den früheren Journalisten im März angeklagt, in einem Zivilprozess vor einem Hamburger Gericht im Zusammenhang mit Stasi-Vorwürfen gegen ihn gelogen zu haben. Mit der jetzt erfolgten Verfahrenseinstellung nach Paragraf 153a der Strafprozessordnung ist nach Schwenns Angaben kein Schuldeingeständnis verbunden. Die Unschuldsvermutung bleibe bestehen.

Boßdorf hatte in der Vergangenheit Kontakte zur Staatssicherheit der DDR eingeräumt, dabei aber stets bestritten, als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) aktiv gewesen zu sein. Die ARD hatte den im März 2007 ausgelaufenen Vertrag mit dem Sportkoordinator nicht verlängert. Ausschlaggebend dafür war nach Angaben des Senders allerdings ein Fall von Schleichwerbung in Kurzbeiträgen über eine Nordic-Walking- Veranstaltung in der ARD, die Boßdorf zu verantworten hatte. Die Stasi-Vorwürfe seien zu dem Zeitpunkt kein Grund gewesen.

dpa

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