Gina-Lisa soll Prinzessin werden – Prinz Michael: „Das ist sittenwidrig“

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Prinz Frederic will mal wieder Papa werden und die Hainburgerin Gina-Lisa Lohfink adoptieren. Die Anerkennung vor deutschen Standesämtern könnte Probleme bereiten.

Hainburg/Hollywood – Nadja Anna Gina Lisa Prinzessin von Anhalt, Herzogin zu Sachsen und Westfalen, Gräfin von Askanien. Das soll das Ergebnis der Adoption der Hainburgerin Gina-Lisa Lohfink durch Prinz Frederic in Los Angeles sein.  „Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine solche Adoption von einem deutschen Standesamt anerkannt wird“, sagt Prinz Michael von Anhalt. Von Axel Grysczyk

Frederic, Ehemann der 94-jährigen Zsa Zsa Gabor, hat einen Plan: Er will 20 Prozent aller (Werbe-)Einnahmen, die die neue Prinzessin mit Hilfe ihres Titels bekommt, einsacken.

Prinz Michael

Prinz Michael aus Groß-Zimmern weiß aus eigener Erfahrung, dass das Prinz-Werden nicht einfach ist. „Das dauert in Los Angeles drei, vier Monate und dannnochmal über ein halbes Jahr in Deutschland“, sagt er. Da müsse man Durchhaltevermögen haben und Geld. Der Prinz weiter: „Nach meiner Kenntnis darf eine Adoption an nichts gebunden sein, ansonsten ist sie sittenwidrig. Und Frederics Ankündigung, sie nur zu adoptieren, um mit ihr Geschäfte zu machen, ist eine solche Bedingung. Damit könnte diese Adoption sittenwidrig sein.“

Eine Einschätzung, die von Experten geteilt wird. Stephan Gieseler, Direktor des Hessischen Städtetages und ausgebildeter Standesbeamter: „So eine Adoption wäre ähnlich wie eine Scheinehe.“ Grundsätzlich sei die Adoption ein hohes Gut, dass nicht zur Geschäftemacherei herhalten dürfe. Schließlich ergebe sich aus der Adoption ein besonderes Verantwortungsverhältnis. Juristisch ließe sich eine solche Klausel ohnehin nur mit einer Art Managervertrag verwirklichen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die beiden da im Falle einer Überprüfung durchkommen.“

Prinz Michael glaubt nicht an eine Lohfink-Karriere in den USA

Prinz Michael versteht nicht, warum Gina-Lisa einen Prinzessinnen-Titel haben will. „Man kennt sie sowieso schon und in den USA sind ihre Karriere-Aussichten wohl eher begrenzt“, erklärt er. Mit der Adoptions-Ankündigung habe sie und Frederic nur eine Schlagzeile produzieren wollen. Mehr könne nicht dahinter stecken. Seinem Adoptiv-Vater traue er solch ein Verhalten zu. Prinz Michael: „Der Mann hat eine psychische Störung. Der macht da drüben in Los Angeles alles, um nur irgendwie eine Schlagzeile zu bekommen.“

Fast-Prinzessin Gina-Lisa hatte in dieser Woche angekündigt, dass der Durchbruch in Amerika genau ihr Ziel sei. „Ich werde den Titel nutzen, um auch in Amerika richtig durchzustarten”, sagt sie.

Sollte Gina-Lisa trotz der Prinz-Michael-Bedenken die Tochter von Prinz Frederic werden, würde sich der Groß-Zimmerer freuen. „Eine bessere Schwester kann man sich nicht wünschen. Sie ist lustig und man kann mit ihr viel Spaß haben. Ich kannte sie, noch bevor sie bei Germany‘s next Topmodel war und ich Prinz wurde“, sagt er. Dass er jetzt stets neue Geschwister bekommt, sieht er skeptisch. „Dass das solche Ausmaße annimmt, hätte ich nicht gedacht.“

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