Neues Album von Frankfurter Rapper

Rapper Tone macht gerne Kaffeekränzchen

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Rapper T.O.N.E. ist mehr als zufrieden mit seinem neuen Album, dass ab dem 30. August erhältlich ist.

Frankfurt – Anthony Malcolm Wolz, besser bekannt als Rapper Tone setzt auf Kaffekränzchen mit Käsekuchen, statt Konkurrenzkampf mit Rap-Kollegen. Für sein neues Album musste der Frankfurter sein Leben allerdings gehörig umkrempeln. Von Angelika Pöppel

Rapper Tone aus Frankfurt fällt auf, wenn er für ein ruhiges Gespräch sein Lieblingscafe am Dornbusch aufsucht. Groß und breit wie ein Basketballspieler sitzt er am Holztisch mit Kaffe und Käsekuchen zwischen Blumentapeten und Porzellanvasen. Er ist der etwas andere Rapper. Statt auf Battles mit seinen Rap-Kollegen setzt er auf technisch sauberen Rap. „Die Technik vieler bekannter und hochgelobter Rapper in Deutschland ist nur mittelmäßig – aber ich werde keine Namen nennen. Ich will bei diesen Spielchen nicht mitmischen“, sagt Tone. Er will mit seiner Musik Aufmerksamkeit erregen. Doch bislang haperte es an Eigenwerbung. „Musik machen ist einfach, die Öffentlichkeitsarbeit braucht dagegen viel Zeit“, erklärt der Frankfurter, der schon seit den 80er Jahren im Geschäft ist. Für sein neues Album hat er das Management komplett selbst übernommen. Ergebnis: Er feiert die Release-Party für sein neues Album mit dem schlichten Namen „T.O.N.E“ am 31. August in der Frankfurter Batschkapp. „Das wird wohl eines der letzten Konzerte in der Batschkapp an dieser Stelle sein, also etwas ganz Besonderes – auch für mich“, sagt der Rapper.

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Doch damit es dazu kam, musste der gelernte Drucker seinen „inneren Schweinehund regelrecht massakrieren.“ Das Album habe ihn dazu gezwungen sich menschlich weiterzuentwickeln und Verantwortung zu übernehmen. Und er hat sich auch einen Herzenswunsch erfüllt: „Beim Song „Nachtflug 808“ habe ich den Gesangspart selbst übernommen.“ Für die übrigen Titel holte er sich Unterstützung – auch vom Frankfurter Chartstürmer Chima. „Wir kennen uns schon ewig.“ Thematisch will der Frankfurter Hoffnung geben und Mut machen. Sich selbst hat er mit der harten Arbeit Mut gemacht. Passend zum Album ist auch der Untertitel: „The Orbit Never Ends“ – die Reise endet nie.

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