Flitterwochen: Prinz William narrt Paparazzi

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Prinz William und Kate Middleton haben ihre Flitterwochen zu einem rein privaten Ereignis erklärt.

London - Prinz William und Kate Middleton haben ihre Flitterwochen zu einem rein privaten Ereignis erklärt. Weil sie dem Frieden nicht trauten, narrten sie vorsichtshalber noch zusätzlich die britische Presse.

Weiße Sandstrände mit Palmen, türkisblaues Meer und romantische Sonnenuntergänge: William und Kate vor kitschiger Kulisse in den Flitterwochen auf einem verwunschen-versteckten Seychellen-Eiland - das wäre eigentlich ein gefundenes Fressen für die Fotografen der britischen Boulevardpresse. Doch die Paparazzi bleiben - zumindest vorerst - vor der Tür. Und sie scheinen gelernt zu haben. Bei der Jagd nach Fotos vom royalen Traumpaar auf Hochzeitsreise haben sich die Medien Zurückhaltung auferlegt.

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“Wie einige andere Zeitungen haben wir uns verpflichtet, keine Fotos des königlichen Paares von dessen Flitterwochen zu drucken, es sein denn, sie werden vom Palast veröffentlicht“, ließ die Zeitung “The Times“ ihre Leser wissen. Anders als etwa der spanische Thronfolger Félipe und seine Frau Letizia 2004, die ihre Flitterwochen zu einem Dauerbad in der Menge nutzten, dürfen William und Kate auf die Achtung ihrer Privatsphäre zumindest hoffen.

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Die Frage ist nur, ob die vornehme Distanz der britischen Medien auf Selbsterkenntnis beruht oder auf sanftem Druck des Königshauses. Der Hof hatte schon unmittelbar nach der Trauung am 29. April unmissverständlich erklärt, dass William und Kate keinerlei Veröffentlichung über ihre Flitterwochen wünschen. Der Palast werde keinesfalls das Ziel der Reise nennen, geschweige denn Fotos veröffentlichen. Die unausgesprochene Drohung wurde gleich mitgeliefert: Wer es dennoch tut, der könnte sich künftig mit der Beschaffung von Informationen aus dem Palast etwas schwertun.

William mag noch die in Medien in aller Welt gedruckten Bilder in Erinnerung haben, die seine leicht bekleidete Mutter Diana und ihren Liebhaber Dodi al-Fayed auf Motorbooten und Yachten zeigen. Die Jagd der Fotografen auf das Paar trug letztlich zum Tod beider bei einem Verkehrsunfall 1997 in Paris bei und machte William und dessen Bruder Harry zu Halbwaisen.

Obwohl die genauso luxuriöse wie abgelegene Seychellen-Insel North Island nun zwar nicht vom Hof, wohl aber von Publicity-interessierten Touristikern als Flitterwochen-Ziel bestätigt wurde, scheint das Schweigegelübde weitgehend zu halten. Bilder oder sonstige Details kamen bisher nicht heraus. Die Polizei auf den Seychellen versicherte, “alles zu tun“, um den Frischvermählten in Himmelbett und Open-Air-Badewanne ihre Ruhe zu lassen. Getraut hatte William dem Frieden aber nicht.

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Schon sein Junggesellenabschied, von Bruder Harry geplant, glich einer “Militäroperation“ mit dem Ziel, die Medien an der Nase herumzuführen. Die beiden Prinzen sollen gefeixt haben, als es geklappt hatte und die Sause bis zum Schluss geheim blieb.

Noch viel größer dürfte der Aufwand gewesen sein, das Flitterwochen-Ziel unter Verschluss zu halten. Das Paar eröffnete nach der Hochzeit geradezu eine mediale Schnitzel-Jagd. Erst flogen die beiden für ein paar Tage per Helikopter an ein unbekanntes Ziel, dann trat William überraschend seinen Dienst als Rettungspilot bei der Royal Air Force wieder an.

Nur ein paar Tage nach der Hochzeit kam den königlichen Medienflüchtlingen die Kunde gerade recht, dass Flight Lieutenant Wales einem Herzinfarktpatienten bei einem Einsatz das Leben gerettet hat. Die Zeitungen stürzten sich auf die Herz-Schmerz-Geschichte des pensionierten Richters, der von einem Prinzen aus den walisischen Bergen geborgen wurde. Als die Berichte in den Zeitungen erschienen, saß das Paar schon auf gepackten Koffern, bereit zum Flug im Privatjet in Richtung Indischer Ozean.

dpa

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