Spanien: Sorgen um Königstochter

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Ist Cristina in den Finanzskandal um ihren Mann verwickelt?

Madrid - Spaniens Infantin Cristina im Zwielicht: Politiker fürchten, dass ihre mögliche Verwicklung in einen Finanzskandal ein schlechtes Licht auf das Land wirft. Das Königshaus zeigt sich „überrascht“.

Die Spanier sorgen sich angesichts der Ermittlungen gegen Königstochter Cristina um das Ansehen ihres Landes. Die Regierung sei „in großer Sorge“ wegen der möglichen Verwicklung der 47-jährigen Infantin in einen Finanzskandal, sagte Außenminister José Manuel García Margallo am Donnerstag in Madrid. Die Affäre sei dem Image Spaniens nicht förderlich. Er rief die Justiz dazu auf, den Fall möglichst rasch voranzutreiben. Das Königshaus zeigte sich „überrascht“ von der Entscheidung des Ermittlungsrichters José Castro, die zweitälteste Tochter von König Juan Carlos und Königin Sofía zu einer Beschuldigten zu erklären.

Nach Ansicht des Ermittlungsrichters steht Cristina im Verdacht, ihrem Mann Iñaki Urdangarin in einem Finanzskandal als Komplizin gedient zu haben. Der Ex-Handballstar wird von der Justiz beschuldigt, als Präsident einer gemeinnützigen Stiftung Steuergelder in Millionhöhe unterschlagen zu haben.

Die großen Parteien der Konservativen (PP) und der Sozialisten (PSOE) gaben sich offiziell zurückhaltend und betonten, man müsse die Entscheidungen der Justiz respektieren. Allerdings äußerten sich Politiker beider Parteien nach Medienberichten hinter den Kulissen besorgt über den Schaden, der dem Ansehen der Monarchie und des Landes entstehen könne. Mehrere kleinere Parteien plädierten dafür, die Infantin aus dem Königshaus ganz auszuschließen.

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dpa

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