Dreharbeiten am See und im Zoo

Nele-Neuhaus-Krimis werden verfilmt

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Janina Picard (Zweite von links) in der Nele-Neuhaus-Verfilmung „Tiefe Wunden“.

Region Rhein-Main - Janina Picard stirbt durch einen Kopfschuss. Nicht in echt, sondern in der Verfilmung des Romans „Tiefe Wunden“ der Taunuskrimiautorin Nele Neuhaus. Von Norman Körtge

Im Opel-Zoo: Kai Scheve (von links, Gerichtsmediziner Dr. Henning Kirchhoff), Tim Bergmann (Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein), Opel-Zoo-Direktor Thomas Kauffels, Felicitas Woll (Kriminaloberkommissarin Pia Kirchhoff) und Peter Davor, der im Film „Mordsfreunde“ Zoodirektor Christoph Sander spielt.

Janina Picard sitzt auf einem Holzsteg, die Beine baumeln im Wasser und sie lächelt in die Kamera. Dabei ist der 18-Jährigen gar nicht zum Lachen zumute. Denn das Wasser des Langener Waldsees ist im Oktober sehr kalt. Doch die Nachwuchs-Schauspielerin aus Obertshausen (Kreis Offenbach) mimt perfekt die von Bestseller-Autorin Nele Neuhaus geschaffene lebenslustige Vera, eine der Hauptfiguren im Taunuskrimi „Tiefe Wunden“.

Picard wird mit einem Kopfschuß ermordert

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„Ich spiele die Vera in ihren jungen Jahren“, erzählt Picard. Denn die vor Kurzem am Waldsee gedrehten Szenen spielen in dem Neuhaus-Roman in den 1930er Jahren in Ostpreußen. 80 Jahre später ruft eine Mordserie im Taunus das Kommissaren-Duo Pia Kirchhoff (Felicitas Woll) und Oliver von Bodenstein (Tim Bergmann) auf den Plan und zu Unternehmerwitwe Vera Kaltensee. Eines sei jetzt schon verraten. Die Vera aus den Dreißigern ist nicht die Vera im Taunus. „Ich werde ermordet. Ein Kopfschuss“, sagt die junge Vera alias Janina Picard. Zu sehen sein sollen die Szenen mit ihr als Rückblenden, eingefärbt in Sepia. Eine Sprechrolle haben sie nicht, alles werde nur mit Mimik dargestellt, sagt Picard, die sich bereits auf die nächsten Drehtage in Berlin freut.

Dreharbeiten sind eine gute Abwechslung

Sicherlich eine willkommene Abwechslung zum gerade erst begonnen Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Dort studiert Picard, die sich bereits einen Namen als Sängerin, Musical-Darstellerin und Moderatorin gemacht hat, nach der bestandenen Aufnahmeprüfung Sprechkunst mit dem Hauptfach Schauspiel. „Es ist wie für mich gemacht“, freut sich Picard.

„Tiefe Wunden“ ist derzeit nicht die einzige Nele-Neuhaus-Verfilmung: Parallel dazu laufen die Drehabeiten zu dem Buch „Mordsfreunde“, die unter anderem auch im Kronberger Opel-Zoo stattfanden. Beide Krimis sollen im Frühjahr 2014 im ZDF zu sehen sein.

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