Doreen Seidel: „Ich war wirklich tagelang in dieser Kapsel“

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Doreen Seidel kämpft in ihrer Kapsel gegen den Zauberwürfel.

Frankfurt – Es ist eines der spannendsten TV-Experimente: Bei der ProSieben-Show Solitary sind neun Kandidaten24 Stunden lang in einer Acht-Quadratmeter-Kapsel eingesperrt. Das Frankfurter Playmate Doreen Seidel war eine von ihnen. Denjenigen, die zweifeln, ob sie wirklich die gesamte Zeit eingesperrt waren, sagt sie nach ihrem Ausscheiden: „Ich war wirklich tagelang in dieser Kapsel.“ Von Jennifer Dreher

Häufig werde sie von Bekannten und Fremden gefragt, ob die Show, die vor Monaten abgedreht wurde, echt gewesen ist. Doch sie könne nur bejahen, dass die Bedingungen so waren, wie sie in der Show gezeigt worden sind.

„Im Fernsehen wird es sogar verharmlost dargestellt. Die Spiele waren noch viel anstrengender, als es bei der Ausstrahlung rüber kommt“, berichtet Seidel.

TV verhamlost sogar die Wirklichkeit

Gleich zu Beginn der Show beim Sporttest holte sich das Model einen Muskelkater, der die ganze Woche über nicht abheilte. „Fünf, sechs große blaue Flecken und ein paar kleinere Blessuren habe ich mir bei den Spielen zugezogen“, erinnert sich Seidel. Schmerzhaft sei auch die Aufgabe gewesen, bei der sie gegen Sängerin Liza Li verlor.

Sie wurde von vielen unterschätzt: Das Frankfurter Playmate Doreen Seidel.

Auf einem Spinnennetz aus Seilen mussten sich die Kandidatinnen halten. In jeder Runde wurde ein Seil weggenommen. Zum Schluss hing Seidel mit ihrem gesamten Körpergewicht an einem Seil, das sich in ihr Fleisch bohrte. „Ich glaube, Liza kennt keinen Schmerz“, so das Playmate.

Wie hart Solitary wirklich wird, haben sie und die anderen acht Kandidaten wie Benny Kiekhäben, Martin Kesici und Wrestler Murat Bosporus nicht geahnt. Sie alle mussten vor Seidel gehen, weil sie die Spiele verloren.

Dass Seidel das durchhalten würde, hätten viele Bekannte und Zuschauer nicht gedacht. Fast hätte sie es sogar ins Finale von Solitary geschafft, das gestern bei Redaktionsschluss noch nicht beendet war. „Viele sahen mich zu Anfang nur als kleines, blondes Mädchen, das wahrscheinlich schnell aufgeben würde, aber durch meine Leistung habe ich die Zuschauer beeindruckt“, sagt sie.

Erst die Uni, dann die Zukunft

Ob sie auch die Herausforderung Dschungel-Camp annehmen würde, kann Seidel noch nicht genau sagen: „Ich finde es gut, dass es bei Solitary keinen Ekelfaktor gab. Und auch ein Zickenkrieg wie beim Dschungel-Camp war gar nicht möglich, weil wir allein in den Kapseln kämpfen mussten.“

Priorität hat bei Seidel jetzt das Anfertigen ihrer Uni-Abschlussarbeit. Erst danach wird sie entscheiden, was sie in Zukunft macht.

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