Skurril oder bescheiden?

"Ich kann nix": Karl Lagerfelds Selbstbild

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Ehrlich oder gemein? Die böse Zunge von Karl Lagerfeld.

Hamburg - Modezar Karl Lagerfeld ist für sein loses Mundwerk berühmt und schont sich selbst nicht vor flapsigen Sprüchen: "Ich kann nix", verkündete er freimütig in einem Interview.

Modeschöpfer Karl Lagerfeld (78) wäre ohne sein Team nach eigenen Worten im Alltag „aufgeschmissen“. „Ich selbst kann nix“, sagte er im Interview der Zeitschrift „Gala“. „Ich kann zeichnen, reden und habe ein paar Ideen. Aber ich kann nicht kochen, weiß nicht, wie man ein Bett macht, nichts“, meinte Lagerfeld. „Meine Kochkünste hören mit dem Öffnen des Eisschrankes auf“, betonte der Designer. Aus diesen Gründen sei er auch immer „wahnsinnig nett“ zu den Menschen in seiner Umgebung.

Wahnsinnig nett? Ein paar andere Aussagen des hanseatischen Modeschöpfers relativieren das charmante Bild. Denn im gleichen Interview stellte sich Lagerfeld als altmodischen Einzelgänger dar: "Social Life ist Zeitverlust, ich bin lieber zu Hause und lese."

Auch online pflegt der Designer nur ungern Kontakte - und zieht noch über die Nutzer von sozialen Netzwerken her: "Alle, die bei Facebook sind, tun mir Leid, das ist ein Armutszeugnis, diese angeblichen vielen Freunde. Ich habe es nicht nötig, mit Unbekannten zu sprechen."

Nett ist Lagerfeld wohl nur, wenn man ihn kennt. Denn auch im Showgeschäft macht er sich gern Feinde: In der Vergangenheit ätzte der kreative Kopf mit Mozartzopf unter anderem gegen Designer Wolfgang Joop und Sängerin Adeles Figur. Für seine Äußerungen über korpulente Frauen kassierte er schließlich sogar eine Anzeige. Doch den Mund verbieten lässt sich Karl Lagerfeld von nichts und niemandem.

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