Bratkartoffeln sind bei Glööckler schwer in Mode

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Ein zugehauchter Kuss für den EXTRA TIPP.

Frankfurt – Am heutigen Sonntag geht die Frankfurter Buchmesse zu Ende. Den schrillsten Auftritt gab‘s gleich zu Beginn. Mode-Designer Harald Glööckler zog mit Gefolge ein. Von Norman Körtge

Majestätische Musik erklingt, bevor sich Harald Glööckler in Halle drei der Frankfurter Messe den Weg zum Stand von Bastei Lübbe bahnt. Ohne Hemd, aber mit rotem Sakko und dicken Ringe an den Fingern stolziert er durch die davor wartende Menge. Im Blitzlichtgewitter gibt er den Mode-König. Posiert für die Fotografen und Fans – eingerahmt von vier in pompösen Roben gekleideten Models mit hohen Perücken und Segelschiffen als Kopfschmuck.
Harald Glööckler, angetreten um mit seinem Label “Pompöös“ allen Frauen das Gefühl zu geben, eine Prinzessin zu sein, stellt kurz seine Biografie vor, schreibt Autogramme. Dann verschwindet er in ein Separee hinter der kleinen Bühne.

Ich liebe Bratkartoffeln

Ein Segelschiff auf dem Kopf. Bei Mode-Designer Harald Glööckler ist alles möglich. Auf der Frankfurter Buchmesse stellte er seine Biografie vor.

Dort verrät er dem EXTRA TIPP: „Ich liebe Bratkartoffeln.“ Und in Frankfurt sind sie besonders lecker. Auch den Apfelwein mag er. Früher ist er gerne zum Shoppen in die Main-Metropole gekommen. Der Schwabe mag das Flair der Stadt, die gemütliche, aber nicht behäbige Art der Frankfurter. „Die wissen zu leben. Das ist Savoir-vivre“, sagt Glööckler. Und diese Mentalität spiegelt sich sowohl in seiner Lebenseinstellung – „Leb‘ dein Leben. Leb‘ deine Träume“ – als auch in seiner Mode wieder. „Geht nicht, gibt‘s nicht!“, sagt er. Alles ist erlaubt. Blümchenbluse zum gestreiften Rock? „Wer Lust darauf hat, soll es machen“, so Glööckler. Modekritiker sind für ihn wie die Inquisition. „Ich mag Glamour. Und Deutschland braucht das“, meint er.

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