Altheimerin sicher, dass Udo Jürgens ihr Papa ist

+
Hat Frauenheld Udo Jürgens eine weitere uneheliche Tochter?

Münster – In Münster-Altheim gibt‘s keine Promis. Das könnte sich bald ändern: Die Altheimerin Jennifer Trippel behauptet, sie sei das dritte uneheliche Kind von Udo Jürgens. Das Dieburger Amtsgericht bestätigt, dass sie zu dem 76-jährigen Sänger Kontakt aufgenommen hat. Von Jens Dörr

Ob Sänger Udo Jürgens in der 39-Jährigen tatsächlich eine dritte uneheliche Tochter hat, ist derzeit nicht erwiesen. Klar ist allerdings: Dem Amtsgericht Dieburg kommt die entscheidende Rolle zu. Das bestätigt Frank Richter, Direktor des Amtsgericht Dieburg.

Trippel behauptet bereits seit längerem, ihr Vater sei Udo Jürgens. Das habe ihr ihre 56-jährige Mutter Anita Theiss vor zwei Jahren anvertraut. Zudem soll es ein Gutachten geben, das beweisen soll, dass der bisherige mutmaßliche Vater der Altheimerin nicht ihr leiblicher Vater sei. Das bestätigt auch der Anwalt von Jennifer Trippel, Burkhard Benecken.

Nicht ohne meinen Papa!

Fakt ist: Das Amtsgericht Dieburg, das auch für Altheim zuständig ist, hat ein Vaterschafts-Feststellungsverfahren eingeleitet. Das entsprechende Schreiben an Jürgens sei vor einigen Tagen in dessen Wohnort in der Schweiz geschickt worden, so Direktor Richter. Neben der österreichischen Staatsbürgerschaft besitzt Jürgens auch die der Schweiz.

Sollte Jürgens bei seiner bisherigen Stellungnahme bleiben, die vermeintlich entscheidende Begegnung mit der heute 56-Jährigen vor 40 Jahren in einem Reutlinger Hotel nicht gehabt zu haben, ist es wahrscheinlich, dass Jürgens eine Einladung zur Anhörung in Dieburg erhält. „Von dort (der Schweiz, Anm. d. Red.) werden wir ihn natürlich nicht über die Alpen zerren“, stellt Richter klar, dass der Zugriff auf den Musiker, der auch als Komponist erfolgreich ist, von Deutschland aus nicht ganz einfach ist. Die Verweigerung, mit der Altheimerin am Amtsgericht zu erscheinen, erscheine nicht als wahrscheinlich. „Derzeit sind also sowohl die schriftliche Stellungnahme als auch die Vor-Ort-Begegnung in Dieburg denkbar“, sagt Richter.

Anwalt Burkhard Benecken deutete gegenüber unserer Zeitung unterdessen an, dass er eine Vaterschaft Jürgens' für wahrscheinlich halte. Es gebe Zeugen, die sich zum Stelldichein vor 40 Jahren äußern würden. „Udo Jürgens hatte auch damals schon einen hohen Stellenwert, das besondere Ereignis ist den Leuten trotz des langen Zeitraums in Erinnerung geblieben.“ Jürgens habe 1971 ein Privatkonzert für eine Firma gegeben, ehe es in einem Reutlinger Hotel zur Begegnung mit Anita Theiss gekommen sein soll.

Kommentare