Annahme wird geprüft

Kommt „Schland“ jetzt ins Wörterbuch?

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Hannover/Mannheim – Acht Jahre nach der Sommermärchen-WM kommt die Wortschöpfung „Schland“ möglicherweise zu neuen Ehren. Das Mannheimer Institut für Deutsche Sprache  (IDS) prüft derzeit eine Aufnahme von „Schland“ in ihr Nachschlagewerk „Neuer Wortschatz“.

Besonders zu den Fußball-Weltmeisterschaften 2006 und 2010 war das Wort - ebenso wie aktuell zur WM 2014 - in aller Munde, zeigt ein Blick ins Spracharchiv des IDS. Es beschreibt nach vorläufiger Definition den Zustand der Nation in Zeiten der WM, denn dann wird zumindest für Fußballfans aus dem Begriff Deutschland kurzerhand „Schland“ - meist in der langgezogenen Grölversion „Schlaaaaand“.

Doch das Wort ist sogar noch älter: Die „Schland“-Geburtsstunde gehe auf kreative Fan-Gesänge zurück, bei denen TV-Entertainer Stefan Raab eine tragende Rolle gespielt habe. Er hatte demnach den inzwischen sogar rechtlich geschützten Begriff schon im WM-Jahr 2002 im Fernsehen benutzt, also vier Jahre vor der Heim-WM in Deutschland.

dpa

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