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Ukraine-Krieg: Google, Airbnb und Ikea reagieren auf Angriffe Russlands

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Von: Lukas Zigo

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Menschen stehen vor dem Eingang von IKEA Rostokino in Moskau Schlange, nachdem das schwedische Unternehmen angekündigt hat, seine Geschäfte in Russland vorübergehend zu schließen.
Menschen stehen vor dem Eingang von IKEA Rostokino in Moskau Schlange, nachdem das schwedische Unternehmen angekündigt hat, seine Geschäfte in Russland vorübergehend zu schließen. © Vlad Karkov/dpa

Die EU genehmigt neue Sanktionen gegen Belarus wegen seiner Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg. Auch weitere Unternehmen reagieren.

Update von Freitag, 04.03.2022, 07.19 Uhr: Der Ukraine-Krieg Russlands veranlasst immer mehr Länder zu massiven Sanktionen. Und auch Unternehmen reagieren auf das Vorgehen von Wladimir Putin. Nun setzt Google sein Anzeigengeschäft bis auf Weiteres aus. Betroffen sei Werbung sowohl im Umfeld der Internet-Suche als auch bei der Videoplattform Youtube, teilte der Konzern unter anderem dem US-Sender CNBC mit. Zuvor hatte Google nur bestimmte Anzeigen rund um den Ukraine-Krieg blockiert.

Als weiteres Tech-Unternehmen stoppte der Apartment-Vermittler Airbnb seine Aktivitäten in Russland und auch in Belarus, wie Firmenchef Brian Chesky bei Twitter schrieb. Er machte zunächst keine weiteren Angaben dazu. Bisher hatte unter anderem Apple Lieferungen seiner Geräte nach Russland sowie Dienste in dem Land eingestellt.

Zuvor hatte auch das schwedische Unternehmen Ikea angekündigt, seine Geschäfte in Russland und Belarus ab dem 5. März vorübergehend zu schließen. Vor den Geschäften bildeten sich daraufhin teils lange Schlangen.

Ukraine-Krieg: EU billigt neue Sanktionen - Apple stoppt Verkauf in Russland

+++ 13.55 Uhr: Die Europäische Union hat neue Sanktionen gegen Belarus wegen seiner unterstützenden Rolle bei der russischen Invasion in der Ukraine genehmigt. Das teilte die französische EU-Ratspräsidentschaft am Mittwoch (02.03.2022) laut der Nachrichtenagentur Reuters mit. Die Sanktionen würden auch „einige Wirtschaftssektoren treffen, insbesondere Holz, Stahl und Kalisalz“, hieß es in einer Erklärung.

Einige der Sanktionen sollen Schlupflöcher bestehender restriktiver Maßnahmen schließen. Die EU verbietet Belarus bereits den Export von Kalisalz, einem Düngemittel aus Kalium, und Ölprodukten. Diplomatinnen und Diplomaten sagten jedoch, Belarus exportiere immer noch Kalisalz über die Ukraine in die EU und habe auch seine Exporte von aus Kohle gewonnenen Ölprodukten in die EU gesteigert.

Ukraine-Krieg: Apple stoppt Verkäufe nach Russland

Update von Mittwoch, 02.03.2022, 11.50 Uhr: Der US-amerikanische Pay-TV Anbieter DirecTV plant RT America, den US-Ableger des russischen Staatssenders aus dem Programm zu nehmen, wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilte. Auch der Konkurrenzanbieter Dish veröffentlichte ein Statement, das besagt, sie würden die Situation „genau beobachten“.

Ein Smartphone des US-Herstellers Apple vor einer russischen Flagge.
Ein Smartphone des US-Herstellers Apple vor einer russischen Flagge. © Jakub Porzycki/Imago Images

In einer Erklärung äußerte sich DirecTV folgendermaßen zur Situation: „In Übereinstimmung mit unserer früheren Vereinbarung mit RT America beschleunigen wir das Auslaufen des diesjährigen Vertrags und werden das Programm mit sofortiger Wirkung nicht mehr anbieten“.

Hintergrund könnte der wachsende Druck der US-Regierung sein, russische Staatsmedien zu verbieten. Am Dienstag (01.02.2022) forderte die nationale Rundfunkbehörde die US-Sender auf, „keine staatlich geförderten Programme mehr zu senden, die Verbindungen zur russischen Regierung oder ihren Agenten haben“, und verwies auf „die unprovozierte Aggression Russlands gegen das freie und souveräne Volk der Ukraine.“

Erstmeldung von Mittwoch, 02.03.2022, 10.00 Uhr: Cupertino – Die wirtschaftliche Isolation Russlands wegen des Ukraine-Konflikts* schreitet voran. Täglich gesellen sich weitere Wirtschaftssanktionen zu den bereits erlassenen - so auch die des US-Technologiekonzerns Apple. Der Smartphonemarktführer aus den USA hat wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine die Verkäufe seiner Produkte in Russland ausgesetzt. Die Exporte in alle Handelskanäle des Konzerns in dem Land seien bereits vergangene Woche gestoppt worden, teile das US-Unternehmen am Dienstag (01.02.2022) mit.

Darüber hinaus sind die Apps der russischen Staatssender RT* und Sputnik in allen App Stores für Apple-Geräte außerhalb Russlands nicht mehr verfügbar. Auch der Bezahlservice Apple-Pay sowie andere Dienste seien eingeschränkt worden.

Sanktionen im Ukraine-Krieg: Apple und Google verbergen Daten in Karten App

So seien in Apples Kartendienst in der Ukraine die Anzeigen des Verkehrsaufkommens sowie von aktuellen Unfallmeldungen ausgeschaltet worden, um die Bürgerinnen und Bürger des Landes zu schützen. Diese Informationen verbirgt auch Google in seiner Karten-App in der Ukraine angesichts der Kampfhandlungen und des Vormarschs russischer Truppen.

„Wir sind zutiefst besorgt über die russische Invasion in die Ukraine und stehen an der Seite aller Menschen, die als Folge von Gewalt leiden“, hieß es von Apple. Man bewerte die Situation weiter und sei in Gesprächen mit relevanten Regierungen zu den Schritten, die Apple unternehme. Damit folgt Apple dem Beispiel vieler anderer Unternehmen, die wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine auf Distanz zu Moskau gehen.

Sanktionen im Ukraine-Krieg: YouTube sperrt russische Sender RT und Sputnik in Europa

Eines dieser Unternehmen ist YouTube, welches die russischen Staatssender RT und Sputnik von seiner Videoplattform entfernt hat. „Wir blockieren die YouTube-Kanäle von RT und Sputnik in ganz Europa mit sofortiger Wirkung“, erklärte YouTube am Dienstag. Das Unternehmen verwies in seiner Mitteilung auf den „andauernden Krieg in der Ukraine“. (lz mit dpa/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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